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Standpunkte
Programmatische Standpunkte

 

Wir richten unser Wirken nach den Grundsätzen der Menschenrechte aus. Unsere Entscheidungen sollen den Vorgaben von Recht und Gerechtigkeit folgen.

1. Selbstbestimmung

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist in Artikel 1 der Menschenrechtspakte verankert und somit Ausdruck der höchsten Freiheit, den ein Volk beanspruchen kann. Die Teilung Tirols und die damit verbundene Annexion Südtirols durch Italien erfolgten gegen die Prinzipien der Vernunft und Rechtschaffenheit, vor allem aber gegen den Willen des Volkes und sind somit nicht länger tragbar. Die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes ist daher das einzig gerechte Mittel, das Süd-Tirol Problem friedlich und im Sinne des Völkerrechtes zu lösen.

2. Stärkung der Gesamt-Tiroler Identität

Die Teilung unserer Tiroler Heimat hat auch in den Köpfen der Menschen zu Grenzen geführt. Die Zusammenführung der Tiroler Landesteile ist daher auch auf menschlicher Ebene notwendig, um wieder eine gemeinsame Identität aufzubauen. Der kulturelle und persönliche Kontakt ist daher zu fördern und durch gemeinsame Schulprojekte auch den Kindern und Jugendlichen ein Gesamt-Tiroler Identitätsbewusstsein zu vermitteln.

3. Heimat- und Umweltschutz

Eine intakte Natur- und Kulturlandschaft sind die Voraussetzungen für ein Umfeld, in dem es sich nicht nur gut leben lässt, sondern in dem man sich auch daheim fühlt. Sie sind aber auch die Visitenkarte unseres Landes, die jährlich Tausende von Touristen anlocken und somit zu unserem Wohlstand beitragen. Heimat und Umwelt dürfen daher nicht zum Opfer von Spekulationen werden, sondern müssen behutsam behandelt werden, damit auch die nachkommenden Generationen noch in einer lebenswerten Heimat aufwachsen können.

Dazu zählt auch das architektonische Erbe unserer Väter, dass unseren Dörfern und Städten ihr ganz spezifisches Aussehen gibt und daher erhalten werden muss.

4. Mitspracherecht

Die Jugend ist Träger der zukünftigen Gesellschaft und soll in die politischen Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Offene Jugendpolitik bedeutet daher auch Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, denn die Jugend muss morgen mit den Entscheidungen leben, die heute getroffen werden.

5. Bildung

Für einen guten Start ins Leben braucht es eine gute Ausbildung. Sowohl schulische als auch berufliche Ausbildung sollen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Jugend gewährleisten. Bildung kostet Geld, deshalb sind Stipendien zu sichern, damit die Studierenden nicht in die Schuldenfalle getrieben werden.

6. Auf eigenen Beinen stehen

Der Schritt ins eigenständige Leben ist mit finanziellen Kosten verbunden. Junge Menschen fangen in der Regel am untersten Ende der Gehaltsklassen an und sind auf Zuwendungen wie Mietzinsbeihilfen angewiesen. Das Jungunternehmertum ist zu fördern, mit neuen, innovativen Ideen wird die Wirtschaft von morgen geprägt.

7. Jugend und Europa

Die Jugend von heute soll die Chance erhalten, in einem Europa der Völker und Regionen zu leben. Die Europäische Union ist aber noch immer eine reine Gemeinschaft der Nationalstaaten. Europa darf daher nicht ein Verbund starker Staaten, oder gar uniforme Einheitsgesellschaft werden. Der Reichtum und die Zukunft Europas liegen in der Vielfalt der Völker, der Sprachen und Kulturen. Nur wenn deren Wert anerkannt, und die Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung betrachtet werden, können kleine Völker und Volksgruppen überleben.