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Kundgebung 89 Jahre Unrechtsgrenze Drucken E-Mail
Sonntag, 11. November 2007

unrechtsgrenze.jpgTrotz widrigster Wetterverhältnisse sind am Sonntag, den 11. November 2007, mehr als 200 Tirolerinnen und Tiroler dem Aufruf zur Kundgebung auf dem Brenner gefolgt, welche unter dem Motto stand: „89 Jahre Unrechtsgrenze – wie lange wollen wir dieses Unrecht noch dulden?" Aus allen Teilen Tirols strömten Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder, mit Transparenten, Schildern und Tiroler- bzw. Österreichischen Fahnen auf den Brenner, um gegen die nun schon seit 89 Jahren währende Unrechtsgrenze und die damit verbundene Teilung unserer Tiroler Heimat zu demonstrieren.
 

Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Grußworte des seit 46 Jahren im Zwangsexil lebenden Süd-Tiroler Freiheitskämpfers Siegfried Steger verlesen, der gerne zu der Kundgebung gekommen wäre, jedoch aufgrund der Gefahr, am Brenner von italienischen Beamten verschleppt zu werden, der Veranstaltung fernbleiben musste. In seinen Worten appellierte er an alle Tiroler, sich für das vereinte Heimatland von Kufstein bis Salurn einzusetzen, und somit endlich eine Wende herbeizuführen.

Der Obmann des Südtiroler Heimatbundes Sepp Mitterhofer, sprach von der schleichenden Assimilierung Süd-Tirols, die bereits heute durch Forderungen nach gemischtsprachigen Schulen und Kindergärten, sowie durch die Identifikation mit italienischen Sportlern, spürbar sei. Er unterstrich dabei, dass es aufgrund dieser Entwicklungen notwendiger denn je sei, eine Selbstbestimmung in Süd-Tirol durchzuführen, damit die Opfer der Freiheitskämpfer der 60er Jahre, nicht vergebens waren.

Der Obmann des Andreas Hofer Bundes für Tirol Ing. Josef Felder, unterstrich in seiner Ansprache, dass Süd-Tirol für die Tiroler im freien Teil der Heimat, noch nicht aufgegeben sei und es immer mehr Menschen gibt, die sich für die Wiedervereinigung aussprechen.

Die Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT Dr. Eva Klotz, zeigte sich besonders erfreut über die Teilnahme von so vielen jungen Menschen an der Kundgebung und sprach davon, dass die Zukunft Tirols der Jugend gehört, die in Süd-Tirol immer selbstbewusster wird.

Angesichts dieser Entwicklungen sei es nur mehr eine Frage der Zeit, bis die große Stunde der Freiheit auch für Süd-Tirol komme.

Der Landesjugendsprecher der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT Sven Knoll, sprach in seiner Rede davon, dass es in der Verantwortung jedes Einzelnen, aber vor allem in der Bereitschaft zum aktiven Einsatz aller liege, ob Süd-Tirol einer freien Zukunft entgegenblicken kann, oder nicht. Der Fall der Berliner Mauer hat gezeigt, dass selbst das Unmöglichste möglich wird, wenn das Volk es nur will. Die Berliner Mauer ist nämlich nicht gefallen, weil die Politiker das Unrecht eingesehen haben, sondern weil das Volk nicht mehr bereit war, dieses Unrecht noch länger zu dulden.

In diesem Sinne wird die Unrechtsgrenze am Brenner auch nur so lange bestehen, wie lange wir Süd-Tiroler sie noch dulden.

Als Höhepunkt der Kundgebung wurden zwei Tafeln enthüllt, die direkt neben dem Grenzstein an der Unrechtsgrenze fixiert wurden.

Es ist dabei besonders zu betonen, dass diese Tafeln auf Wunsch vieler Österreicher dort aufgestellt wurden und auch ausschließlich mit unzähligen Spendengeldern aus Österreich finanziert werden.

Auf der großen 2m breiten und 1,40m hohen Tafeln steht auf rot weiß rotem Hintergrund „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN!", auf einer kleiner Tafel darunter wird in 6 Sprachen (Deutsch, Ladinisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch) kurz die Geschichte der Brennergrenze erläutert und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Italien kein Anrecht auf Süd-Tirol hat.

Der Text der mehrsprachigen Tafel lautet:

 

U N R E C H T S G R E N Z E

Am 11. November 1918 erreichten italienische Truppen den Brenner. Süd-Tirol, das nie zuvor zu Italien gehört hatte und dessen Sprache und Kultur nicht italienisch war, wurde gewaltsam von Italien besetzt und vom Vaterland Österreich abgetrennt.

Willkürlich wurde eine Unrechtsgrenze mitten durch Tirol gezogen, Familien auseinander gerissen und Dörfer wie der Brenner in zwei Teile geteilt.

Seit diesem Tag hat Italien keine Gelegenheit ausgelassen, die österreichische Bevölkerung zu unterdrücken, die deutsche Sprache und Kultur auszumerzen und das Land gewaltsam zu italienisieren.

Obwohl Italien keinerlei Anspruch auf Süd-Tirol hat, hält es diesen Teil Österreichs bis heute besetzt, und weigert sich, dem Volk das Recht auf Selbstbestimmung und somit die Freiheit zuzugestehen.

Doch kein Unrecht währt ewig!

Wir Süd-Tiroler sind bestrebt, uns mit friedlichen Mitteln von der italienischen Besatzung zu befreien und die Wiedervereinigung Tirols anzustreben.

Denn Süd-Tirol ist nicht Italien, war nie Italien, und soll auch nie Italien werden!


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