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Im Carabinieri-Hauptsitz in Bozen findet sich kein Beamter, der eine deutsche Anzeige aufnehmen kann

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Im Carabinieri-Hauptsitz in Bozen findet sich kein Beamter, der eine deutsche Anzeige aufnehmen kann

Barbara Klotz, Gemeinderätin der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, bezeichnet es als ungeheuerlich, dass im Carabinieri- Hauptsitz in Bozen in der Dantestraße zeitweise kein Beamter aufzutreiben ist, der eine deutsche Anzeige aufzunehmen imstande ist.

So geschehen am Montag, 2. September nachmittags, als Barbara Klotz bei den Carabinieri Sachbeschädigung und Diebstahl zur Anzeige bringen wollte. Ihr wurde nach ihrem vorgebrachten Wunsch, die Anzeige in deutscher Sprache zu machen, beschieden, sie solle doch am Dienstag, 3. September vormittags wiederkommen, da sei ein Beamter im Hause, der der deutschen Sprache mächtig sei.

Im Eingangsbereich des Carabinieri- Hauptsitzes prangt zwar der Aushang mit dem Dekret des Präsidenten der Republik Nr. 574 vom 15.07.1988 betreffend die Gleichstellung der deutschen Sprache, die Inanspruchnahme dieses Gesetzes stößt bei den Carabinieri allerdings auf Unverständnis und Sprachlosigkeit.

Der Bürgerin wird nach vorgebrachtem Hinweis, sie fühle sich  diskriminiert, mit Kaltschnäuzigkeit und Arroganz begegnet. Sie beharrt am Dienstagvormittag auf Protokollierung der unfreiwilligen Vertagung der Anzeige.

Dieser Vorfall zeigt in aller Deutlichkeit, wie schlecht es um die deutsche Sprache bei den Carabinieri bestellt ist. Es nützen die besten Gesetze nichts, wenn sich die Hüter des Gesetzes nicht daran halten!

Barbara Klotz

Bozen, am 05.09.2007

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