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Genossenschaften und die ICI

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Keiner bezahlt gerne Steuern. Dies gilt für die Angestellten genauso wie für Handwerker, Freiberufler und Landwirte. Dass letztere von der ICI befreit sind, stößt manchem sauer auf. Da aber die Landwirte durch ihre geschlossenen Höfe gezwungen werden, große Investitionen zu tätigen, kann man eine solche Erleichterung durchaus vertreten, von den Bergbauern ganz zu schweigen, diese müssen entlastet werden, wo immer dies möglich ist.

Anders sieht es da bei den Genossenschaften aus. Diese wollen (oder müssen) jetzt auch keine ICI mehr zahlen. Dies geht entschieden zu weit. Genossenschaften sind keine landwirtschaftlichen Betriebe, sondern sie verarbeiten die Produkte derselben. Auch ein Zimmermann verarbeitet am Dachstuhl Produkte der Landwirte (in der Forstwirtschaft). Auch ein Riesenkonzern wie Parmalat verarbeitet Produkte der Landwirtschaft. Jede Brauerei, Molkerei, Bäckerei verarbeitet Landwirtschaftsprodukte. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen.

Dass nun die Obstgenossenschaften keine ICI mehr zahlen , ist ein Affront gegen die Steuergerechtigkeit!

Vielen Gemeinden fehlt nun eine ganze Menge Geld im Haushalt (Kaltern z.B. fehlen jetzt 147.000 €). Aber wie die Landesbäuerin bereits gesagt hat: Die Gemeinden müssen sich halt ein wenig anstrengen. Dies erscheint logisch. Logisch ist aber auch, wo sich die Gemeinden das fehlende Geld holen: Bei den Handwerkern, den Freiberuflern, den Angestellten usw.

Wie bereits oben erwähnt: Ein Affront gegen die Steuergerechtigkeit!

Dietmar Zwerger
Wirtschaftssprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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