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Podiumsdiskussion in Schlanders

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Die ARBEITSGRUPPE FÜR SELBSTBESTIMMUNG organisierte am vergangenen Freitag 29. Februar, eine Podiumsdiskussion in Schlanders, zum Thema: „Süd-Tirol wohin? Unkontrollierte Zuwanderung – schleichende Italienisierung – oder Selbstbestimmung?".

An die 130 Interessierte, darunter sehr viele junge Leute, waren zur Podiumsdiskussion ins Vereinshaus Karl Schönherr nach Schlanders gekommen, um sich über die politischen Zukunftsperspektiven für Süd-Tirol zu informieren und beteiligten sich zahlreich an der anschließenden Diskussion.

Eröffnet wurde der Podiumsdiskussion von den 4 Referenten, welche mit 10minütigen Kurzreferaten ihre Sichtweise der Süd-Tirolpolitik darlegten. 

· Sven Knoll (Vertreter der SÜD-TIROLER FREIHEIT) machte auf die wirtschaftlichen und politischen Probleme aufmerksam, die durch die Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Italien entstehen und verwies dabei auf die Notwendigkeit einer raschen Selbstbestimmung. Die Assimilierung führt unweigerlich zum Verlust der Identität, und es ist daher nur mehr eine Frage der Zeit, bis Süd-Tirol endgültig assimiliert und italienisiert ist. Das Selbstbestimmungsrecht noch weiter hinauszuzögern wäre daher unverantwortlich, da man in 15 oder 20 Jahren eine Abstimmung nicht mehr gewinnen werde. Das Beispiel Kosovo hat gezeigt, wie einfach es ist, die Unabhängigkeit zu erreichen. Süd-Tirol muss daher endlich Schritte in die Wege leiten, um sich von Italien zu verabschieden. 

·  Thomas Winnischhofer (Vertreter des SCHÜTZENBUNDES) verwies in seinem Referat auf die Situation anderer Minderheiten und kam dabei zum Schluss, dass diese oft weitaus aktiver für ihre Rechte einstehen und sich nicht immer alles Gefallen lassen, so wie dies in SÜD-TIROL vielfach der Fall ist. Basken, Schotten und Katalanen setzen konkrete Schritte für ihre Unabhängigkeit, nur Süd-Tirol tut nichts. Besonders kritisierte er auch das leidige Problem des Sports, da Süd-Tiroler Athleten für Italien antreten müssen und diese immer wieder genötigt werden, mit der Trikolore zu schwingen. Dies trage in hohem Maße zur Assimilierung bei, da Sportler eine große Vorbildfunktion in der Gesellschaft ausüben und Identifikationsfiguren sind. 

· Pius Leitner (Vertreter der FREIHEITLICHEN) referierte über das Problem der unkontrollierten Einwanderung und den damit verbundenen Veränderungen und Gefahren für unsere Gesellschaft. Auch kritisierte er das Verhalten der Südtiroler Volkspartei, die in vielen Belangen zu wenig Profil zeigt und beispielsweise die offizielle Anerkennung der Tiroler Landeshymne im Landtag abgelehnt hat. Er bezeichnete auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Italiens als schädlich für Süd-Tirol, da sich immer mehr Menschen verschulden müssen, um die Lebenshaltungskosten zu decken. 

· Karl Zeller (Vertreter der SÜDTIROLER VOLKSPARTEI) bezeichnete in seinem Referat das Selbstbestimmungsrecht als unveräußerliches Menschenrecht, zu dessen Einforderung es aber einen konkreten Anlass brauche. Länder wie Slowenien, Montenegro und Kosovo seien nur deshalb unabhängig geworden, weil sie unterdrückt wurden und die wirtschaftliche Lage desolat war. Er zeigte sich auch davon überzeugt, dass es keine fortschreitende Assimilierung in Süd-Tirol gebe. 

In der anschließenden Diskussion, kam immer wieder die Forderung auf, neue Perspektiven in der Süd-Tirolpolitik aufzuzeigen und endlich eine Loslösung von Italien anzustreben. Auch äußerten viele Zuhörer ihr Unverständnis über das Verhalten der Südtiroler Volkspartei in volkstumspolitischen Fragen. Die Ablehnung der Landeshymne war dabei ebenso Gegenstand der Diskussion, wie das noch immer ungelöste Toponomastikproblem. 

ARBEITSGRUPPE FÜR SELBSTBESTIMMUNG

Sepp Mitterhofer / Sven Knoll / L.Abg. Dr. Eva Klotz / L.Abg. Pius Leitner/ Oswald Ellecosta/ Dr. Egon Kühebacher / Paul Bacher / Peter Ploner / Dr. Luis Zingerle / Roland Lang

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