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Seiser Alm: Antrag der SÜD-TIROLER FREIHEIT zu Baustopp und Verkehrsberuhigung genehmigt

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Urbanistische und verkehrstechnische Maßnahmen zum Landschaftsschutz auf der Seiser Alm forderte die SÜD-TIROLER FREIHEIT: keine neuen Hotels, Sanierung ohne zusätzliche Kubatur, Ablehnung des Mezdì-Prjekts, Bevorzugung der Seilbahnen und anderer umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Diese Forderungen habe die Bürgerinitiative „Pro Seiser Alm" aufgestellt, erklärte Eva Klotz, diese einmalige Landschaft dürfe nicht durch übertriebene Bautätigkeit zerstört werden. Die Alm sei erschlossen genug.

Ein Teil der Alm sei durch das Naturparkgesetz geschützt, der Rest durch das Landschaftsschutzgesetz, erklärte LR Michl Laimer. Es gebe auf dieser Alm verschiedenste Interessen. Die Gemeinde habe sich bemüht, Voraussetzungen im Sinne der Nachhaltigkeit zu schaffen.
 
Die Verkehrsberuhigung sei ein komplexes Thema: Es gebe nicht nur die Bauern, sondern auch Mitarbeiter, Lieferanten, Gäste. Als Kompromiss habe man ein Zeitfenster definiert, innerhalb dessen gefahren werden dürfe. Es sei als ökologische Maßnahme zu sehen, wenn ein Hotel aus einem Naturpark heraus verlegt werde. Beim Mezdì sei nur mehr eine qualitative Erweiterung möglich, die Landesregierung habe eine diesbezügliche Gesetzesänderung vorgelegt. Eine Erhöhung der Bettenzahl dürfe es nicht geben. Weitere Hotels würden nicht zugelassen, das sei gesetzlich bereits geregelt. Eine qualitative Erweiterung sei aber gerechtfertigt: „Die Seiser Alm ist ein Landschaftsgebiet, aber auch ein Wirtschaftsgebiet."
 
Eva Klotz stellte fest, dass sich auch der Landesrat nicht sicher sei, dass die Landesregierung seinen Vorstellungen folgen werde. Darum wäre der Beschlussantrag auch für ihn nützlich. Sie erinnerte daran, dass sich den Forderungen auch der Dachverband, die Heimatpfleger, der Alpenverein und die Schützen angeschlossen hätten und nicht weltfremde Spinner. Eva Klotz formulierte ihren Antrag um: Keine neuen Hotels, keine zusätzlichen Betten, Maßnahmen zu einer nachhaltigen Verkehrsberuhigung.
 
Dieser  wurde bei nur 4 Enthaltungen genehmigt. Eva Klotz sieht diese Entscheidung als sehr wichtig, da sie die Landesregierung bindet.
Dass auf der Seiseralm keine neuen Gästebetten mehr geschaffen werden dürfen, ist eine weit reichende Vorgabe für die Genehmigung für den neuen Landschaftsplan.

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