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Pustertal 2020: Schulen nicht für parteipolitische Zwecke missbrauchen

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Im Pustertal wurde eine Umfrage unter den Wirtschaftstreibenden gestartet. Eines der wenigen bekannt gegebenen Ergebnisse verblüfft uns eigentlich nicht. So glaubt laut Umfrage ein Großteil der Unternehmer in Österreich bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen als in Italien zu haben. „Wir bekommen nun also von einer Umfrage bestätigt, was wir seit unserer Gründung erklären“, so Dietmar Zwerger, Wirtschaftssprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT.

Durchgeführt wurde die Umfrage von Schülerinnen und Schülern der Lehranstalt für Wirtschaft, Tourismus und Soziales LEWIT in Sand in Taufers. Vorgestellt wurde das Ergebnis vom Südtiroler Wirtschaftsring und vom Wirtschaftsausschuss der SVP. Kurioserweise haben beide denselben Bezirksobmann.

Daher verwundert es auch nicht, wenn die SVP diese Umfrage nun als „ihre“ betrachtet und sogar unverfroren erklärt, man werde das Umfrageergebnis als Themenkatalog in den Landtagswahlkampf einfließen lassen!

Unglaublich, wenn man bedenkt, dass die Umfrage von einer Schule sowie einem unabhängigen Verband durchgeführt wurde. Einem Verband, dem auch Mitglieder anderer Parteien und auch der SÜD-TIROLER FREIHEIT angehören. Dieses Umfrageergebnis sollte daher der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht und nicht nur einer einzigen Partei zugespielt werden. Die Probleme der Wirtschaft kennen keine Parteigrenzen.

Es steht jeder Partei frei, welche bzw. wessen Ideen sie im Wahlkampf einsetzt. Dass sie sich diese Ideen jedoch von Schülern und Verbänden organisieren lässt, ist wohl nur in Süd-Tirol möglich.

Es wird aber wohl auch möglich sein, dass diese Partei bei den Landtagswahlen im Herbst endlich den ihr zustehenden Denkzettel verpasst bekommt, damit dieser Art von Machtmissbrauch und Freunderlwirtschaft endlich ein Riegel vorgeschoben wird.

Dietmar Zwerger
SÜD-TIROLER FREIHEIT

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