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Leserbrief: Zeitgeschichte – Faschismus

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Gedenken an ermordete Soldaten ("Dolomiten" vom 14. September): Zu hinterfragen wäre, warum diese Gefangenen erschossen wurden. Es waren wohl Soldaten, die vor dem italienischem Umsturz (Sept. 1943) für Mussolini und Hitler (Achse Rom- Berlin) gekämpft hatten. Der Schwenk Badoglios zu den Alliierten wurde diesen Männern zum Verhängnis. Also waren nicht allein die Deutschen, sondern auch die italienische Heeresführung (Bündnisbruch) mitschuldig am Tod dieser Soldaten.

Wo bleibt also hierzulande die antifaschistische Gesinnung (außer bei
Gedenkreden) inmitten faschistischer Wahnbauten und Relikte? Dazu etwas
Geschichtliches: Präfekt De Angelis hat mit betrügerischen Argumenten
1945 den Amerikanern die Provinzverwaltung abgeluchst und die
faschistische Verwaltung wieder eingeführt. Als Präfekt hat er damals
abertausenden Faschisten Zuflucht in Südtirol verschafft
(Fluchthelfer), die andernorts verfolgt und auch ermordet wurden. Wen
wundert’s also, dass Südtirol zur Faschistenhochburg Europas geworden
ist? (nachzulesen Band 7 zur Zeitgeschichte Tirols)

Das Festhalten der SVP an diesem Staat steht im krassen Widerspruch zur
Zeitgeschichte und dem Freiheitswillen der Tiroler. Ein Freistaat
Südtirol würde alle Volksgruppen befrieden und auch den Wohlstand
sichern.

Ivo Hechensteiner, SÜD-TIROLER FREIHEIT, St. Pauls

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