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Die totale Überwachung – Überwachungskameras in Bozen

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Im Vorschlag von Stadtrat Klaus Ladinser, bei den Einfahrtsstraßen in die Bozner Fussgängerzone Überwachungskameras aufzustellen, sieht die SÜD- TIROLER FREIHEIT eine weitere Überwachung und Einschränkung der persönlichen Freiheiten des Bürgers! Der von George Orwell geschriebene Roman „1984", in dem die negative Utopie eines totalitären Überwachungs- und Präventionsstaates dargestellt wird, scheinen ihn dazu inspiriert zu haben. Abgesehen davon sollen diese Überwachungskameras nicht etwa Bürger vor Raubüberfällen und Schlägertrupps schützen, man will damit Autos ohne Genehmigung in den Fußgängerzonen ausmachen!

Dafür soll die Stadtkasse die stolze Summe von 800.000 Euro
bereitstellen. Damit gibt die Gemeinde Bozen zu, dass die Stadtpolizei
nicht in der Lage ist, die autofreie Altstadt zu schützen! Während vor
allem weibliche Besucher von Veranstaltungen die verschiedenen Gassen
und öffentlichen Parks wegen des Herumtreibens von "zwielichtigem
Gesindel" in den späten Abendstunden meiden müssen, will Ladinser die
Videoüberwachung von Straßen bei Tageslicht.

Wenn schon, wäre es angebracht, die 800.000 Euro in Beleuchtungen und
in verstärkte Polizeistreifen in den Nachtstunden zu investieren!

Jedem, der einmal in Bozen war, sind außerdem die Streifenwagen von
Polizei, Carabinieri usw. bekannt, die sich durch die Fußgängerzone
einen Weg durch verärgerte Bürger bahnen. Sind sie wirklich notwendig?

Zu bedenken ist auch, dass durch die Kamerafallen ein Landler oder ein
Tourist, der sich verfahren hat, gleich mehrmals bei einer Fahrt in
diese elektronischen Fallen tappen kann und damit gleich mehrmals
abgezockt wird!

Auch ist zu erwähnen, dass in mehr als zwanzig italienischen Städten
mit getürkten Ampeln und Videogeräten abgezockt wurde, bis die
Staatsanwaltschaft eingeschritten ist.

Deshalb fordert Roland Lang von der SÜD- TIROLER FREIHEIT Stadtrat
Klaus Ladinser auf, vom Vorhaben der Montage von Videoüberwachungen an
den Zufahrtswegen zur Bozner Fussgängerzone Abstand zu nehmen und die
800.000 Euro an besserer Stelle im Gemeindehaushalt einzubringen.
Möglichkeiten dazu gibt es sicher genug!

Roland Lang
Mitglied der Landesleitung der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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