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Südtiroler Heimatbund (SHB) ruft zur Kundgebung des Schützenbundes auf

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Zur Teilnahme an der Kundgebung „GEGEN FASCHISMUS – FÜR TIROL“ ruft der
SÜDTIROLER HEIMATBUND (SHB) auf. Die am Samstag, den 8. November mit
Beginn um 17.30 Uhr stattfindende Kundgebung soll ein klares Zeichen
gegen Faschismus und Nazismus sein. Für die Greueltaten unter dem
Faschismus hat sich das so genannte demokratische Italien nie
entschuldigt, geschweige denn Wiedergutmachung, wie diese
beispielgebend in Deutschland erfolgte, geleistet.

Wenn wir an diesen Tagen vor den Gräbern unserer Toten stehen, so denken wir an die vielen Verbrechen des Faschismus, an seinem eigenen Volk, in Afrika, aber auch an Angela Nikoletti, Franz Innerhofer und andere mehr. Nicht zuletzt auch an die Söhne unserer Heimat, die für den Imperialismus Italiens in Afrika ihr Leben lassen mussten! 

Der Kämpfer für Tirol Eduard Reut-Nicolussi beschreibt in seinem Buch „Tirol unterm Beil“ in diesem Zusammenhang eine besondere Schweinerei des Faschismus:

„Am 16. November 1927 verkündete die faschistische Presse ein Dekret des Präfekten Umberto Ricci von Bozen. Der Name dieses Mannes darf nicht in Vergessenheit geraten. An ihn heftet sich die Erinnerung an die hässlichste Freveltat Italiens, an den Kampf gegen die Grabinschriften. Ricci verfügte: ‚Die Grabinschriften müssen ausschließlich in italienischer Sprache abgefasst sein, wenn sie neueren Datums sind, als vom 30. September 1927.‘

Als dieser Erlass ins Land ging, begleitete ihn ein leises Wimmern, händeringend gingen die Bauern zu ihren Priestern …“.

Der SHB fordert alle Landsleute auf, mit Ihrer Teilnahme am Protestmarsch ihre Ablehnung gegen Faschismus und Nazismus zum Ausdruck zu bringen. Denn 

QUI TACET CONSENTIRE VIDETUR
WER SCHWEIGT SCHEINT ZUZUSTIMMEN

Roland Lang
Obmannstellvertreter des Südtiroler Heimatbundes

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