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Leserbrief: Vor 90 Jahren – Fels und Eis

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Die Toten in Fels und Eis und die dramatischen Ereignisse vor 90 Jahren, mit welchen das Unglück seinen Lauf nahm, dürfen nicht vergessen werden: Österreich erließ am 3. November 1918 um 1.45 Uhr den Befehl zur Feuereinstellung. Bis zehn Uhr hatten alle k. und k. Truppen entlang der 300 Kilometer langen Front die Waffen niedergelegt.

Doch General Badoglio teilte Stunden später der verdutzten k. und k.
Waffenstillstands-Kommission mit, die Kampfhandlungen würden erst 24
Stunden nach Annahme des Waffenstillstands eingestellt. Die Zurücknahme
der Feuereinstellung war Österreich nicht mehr möglich, da sich die
Frontabschnitte bereits aufgelöst hatten.

Um 15 Uhr des 3. November
nahm General Weber den Waffenstillstand an. Nach Wortlaut des Abkommens
trat die Waffenruhe um 15 Uhr des 4. November ein. Zwischen Befehl der
österreichischen Feuereinstellung und dem vertraglich festgelegten
Zeitpunkt ergab sich eine Differenz von 36 Stunden. In dieser Zeit hat
Italien ohne Gegenwehr 356.000 Gefangene gemacht. Es hat
Österreich-Ungarn 1915 verraten und 1918 hereingelegt: Treuebruch am
Anfang, Heimtücke am Ende! Einem solchen Staat darf man niemals trauen!
Die Geschichte sei uns Warnung und Auftrag!

Dr. Hans Bachmann, Bozen

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