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„Südtiroler Eigenständigkeit“: Denkfehler

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„Südtiroler Eigenständigkeit“: Denkfehler

Laut Herrn Paul Mair (Leserbrief vom 16. Jänner) ist es der Zugehörigkeit Südtirols zu Italien zu verdanken, dass Südtirol seit dem Ersten Weltkrieg eine bessere wirtschaftliche Entwicklung durchgemacht hat als Osttirol. Ist Herrn Mair der Denkfehler nicht aufgefallen? Die zweitrangige Behandlung Osttirols gegenüber Nordtirol rührt doch daher, dass eben Südtirol von Italien annektiert wurde und Osttirol plötzlich isoliert dastand! Mit anderen Worten: Hätte es die Teilung Tirols nicht gegeben, wäre das Problem Osttirol erst gar nicht entstanden!

Ebenso seltsam ist Herr Mairs Blick für die Gegenwart: Er spricht von
der „Südtiroler Eigenständigkeit“, die er gegen die „Fernsteuerung aus
Wien“ nicht eintauschen möchte. Herr Mair spricht sich also gegen eine
Wiedervereinigung Tirols aus und lässt sich lieber von Rom fernsteuern.
Eine Bozner Uni oder ein Südtiroler Orden machen noch längst keine
„Südtiroler Eigenständigkeit“ aus, sondern sind vielmehr das Symptom
einer „Südtirol-Alto Adige-Mentalität“, der Italien lieber ist als
Österreich. Es stimmt, Herr Mair: Wir schreiben das Jahr 2009 und nicht
1918. Eben deswegen jetzt erst recht: Für ein Südtirol ohne „Alto
Adige“ und ohne Italien!

Cristian Kollmann, Süd-Tiroler Freiheit, München/Laurein

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