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Faschistische Relikte

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Die unendliche Geschichte der faschistischen Relikte, in diesem Falle die beleidigenden Geschichtslügen der Beinhäuser, war wieder einmal Thema im Landtag ("Dolomiten" vom 20.1.). Texttafeln sollen in gebührendem Abstand sanft und nicht provozierend darauf hinweisen, dass diese Soldaten nicht in Südtirol gefallen sind. Es waren eben Soldaten, so der LH, wir sind ihnen auch heute noch Respekt schuldig.

Kein Zweifel, aber daraus folgert doch nicht die leiseste Rechtfertigung für den Standort dieser Geschichtslügen. Was haben diese Kriegsopfer verbrochen, dass man sie hier zwangsweise, dem Faschismus huldigend, beigesetzt hat? Es ist also nicht nur Geschichtsfälschung erster Güte, sondern auch eine unglaubliche Pietätlosigkeit, diese Gefallenen weitab von den Kriegsschauplätzen 60 Jahre nach dem Faschismus immer noch als Wächter der sogenannten heiligen Grenze zu missbrauchen.

Ist das der Dank an unsere Vorväter für ihren abertausendfachen Opfertod, provoziert vom Aggressor Italien, dass wir uns mit Texttafeln zu diesen Lügentempeln abfertigen lassen? So trifft also Geschichte Zukunft oder eben Denkmalpflege zum Gedenkjahr 2009 im "Alto Adige".

von Ivo Hechensteiner, St. Pauls, SÜD-TIROLER FREIHEIT

Geschichtsfälscher
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