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Faschistische Relikte: Von Rom nichts vorschreiben lassen

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Als empörend bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, die Äußerungen der italienischen Minister Ignazio La Russa und Sandro Bondi, die Süd-Tirol das Recht auf Selbstbestimmung absprechen und sich unisono gegen eine Entfernung der faschistischen Relikte aussprechen. Die Argumentation, dass die Entfernung eine Beleidigung der italienischen Werte und der Märtyrer der italienischen Geschichte sei, ist eine Ungeheuerlichkeit, die vor politischer Ignoranz nur so strotzt.

Die beiden Minister scheinen zu vergessen, oder aber es wohlwollend
hinzunehmen, dass es ebendiese faschistischen Relikte sind, die die
Bevölkerung in Süd-Tirol seit nunmehr 80 Jahren täglich beleidigen.
Mehr noch, sie stellen auch eine Schande für jeden demokratischen und
gebildeten Italiener dar.

Wenn die beiden Minister glauben, in der Glorifizierung des
Völkermordes in Abessinien, sowie in der Verherrlichung des
faschistischen Regimes die Werte Italiens zu erkennen, dann spricht
dies für den tragischen Zustand des italienischen Staates, der in
Süd-Tirol nichts verloren hat.

Süd-Tirol wird sich von keinem römischen Minister den Umgang mit den
faschistischen Relikte vorschreiben, oder gar das Recht auf
Selbstbestimmung absprechen lassen.

Viel zu lange schon hat die Politik untätig die Verherrlichung der
faschistischen Ideologie hingenommen. Umso wichtiger ist daher die
Protestkundgebung des Schützenbundes.

La Russa und Bondi betreiben ein gefährliches Spiel, da sich die Süd-Tiroler Bevölkerung nicht länger wird bevormunden lassen.

Süd-Tirol wird Mittel und Wege finden die faschistischen Relikte zu
entfernen, ganz egal, ob dies nun mit, oder ohne Zustimmung Roms
geschieht.

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter
und Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

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