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Faschismus: Mitläufer

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Faschismus: Mitläufer

Herr Ivo Maier meint in seinem Leserbrief vom 6. März, ich solle mir am Gastkommentar von Martha Ebner ein Beispiel nehmen, indem auch ich erkennen möge, dass es in Südtirol nicht nur Opfer, sondern auch viele Nazitäter gab.

Herr Maier möge mir doch bitte zeigen, wo ich Letzteres bestritten
habe. Beide Ideologien, egal ob italienischer Faschismus oder deutscher
Nationalsozialismus, haben sowohl Opfer als auch mitläuferische Täter
hervorgebracht. Die Vergangenheit darf freilich nicht relativiert
werden, genau so wenig wie die Gegenwart! Das heißt, dass der durchaus
berechtigte Hinweis auf die Verbrechen des Nationalsozialismus, dessen
Gedankengut zu Recht verpönt ist, kein Ablenkungsmanöver sein sollte:
Im Südtirol der Gegenwart ist das eigentliche Problem weniger der
Nationalsozialismus, sondern der italienische Faschismus.
Nationalsozialistische Politik gehört Gott sei Dank der Vergangenheit
an, nicht jedoch faschistische Politik: Mit dem Festhalten an den
faschistischen Symbolen (Ortsnamen, Denkmäler) wird faschistisches
Namen- und Gedankengut bis heute von der offiziellen Politik
hochgehalten und von unseren linken Historikern relativiert. Mitläufer
gibt es also auch heute noch.

Cristian Kollmann, SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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