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Südtirol: "Era Fascista"

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"Alle Denkmäler bleiben", so unlängst Minister La Russa, Ähnliches auch von Minister Bondi, dessen Lobeshymne auf die faschistischen Relikte haarsträubend ist. Das ist wohl die Antwort Roms auf unsere Hofer-Feiern. Der eisige Wind aus Rom zwingt den Landeshauptmann zu immer öfteren Bettelgängen dorthin, und immer bringt er Erfolgsmeldungen nach Hause, so auch jene, wo er Militärareale gegen Wohnungen fürs Heer eingetauscht hat.

1957 wären die Südtiroler gegen einen solchen Kuhhandel noch auf die
Barrikaden gestiegen, inzwischen gibt man sich mit der bereits
ausgereizten Autonomie zufrieden. Nun, auf dieser Erfolgsschiene
bleibend, hat der Landtag 2004 wie gehabt die Hymne (Zu Mantua in
Banden) abgelehnt, wäre den Nachfolgefaschisten ja nicht zumutbar. La
Russa kommt da der SVP ziemlich nahe, wenn er feststellt, ein Los von
Rom nach 90 Jahren sei geradezu lächerlich. Bondi setzt noch einen
drauf mit der Anmerkung, die wahren Werte im Alto Adige seien die in
Stein gehauenen Märtyrer der it. Geschichte. Geschichte trifft Zukunft
(?) (K)eine Zukunft ohne Tiroler Freiheitsbestreben, dafür aber ein
Freilichtmuseum faschistischer Denkmäler, Relikte und Straßennamen, in
memoriam an die glorreiche "Era Fascista" in unserer Heimat.

Ivo Hechensteiner
SÜD-TIROLER FREIHEIT, St. Pauls

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