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Die Selbstbestimmungsidee ist keine “alte Platte”

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Zum Leserbrief von Frau Karin Feichter vom 13.05.09: Liebe Frau Feichter, wie können Sie behaupten, dass die Süd-Tiroler Freiheit keinen Frieden will, sondern nur unter dem Motto “Rückgliederung an Österreich” lebt? Haben Sie sich diesbezüglich überhaupt informiert? Denn alleine diese beiden ungerechtfertigten Vorwürfe ihrerseits zeigen doch, dass Sie sich im Vorfeld weder über das Programm der Süd-Tiroler Freiheit informiert haben, noch in irgendeiner Form die Pressemitteilungen der Bewegung gelesen haben.

Hätten Sie dies gemacht, so wüssten Sie, dass sich die Süd-Tiroler Freiheit auf kein Modell für die Zukunft unseres Landes festgelegt hat. Es wird einzig und allein die Selbstbestimmung in Form eines Referendums angestrebt. Wie die Zukunft dann aussehen soll, das soll erst einmal das Volk selbst entscheiden. Durch diese einzig friedliche und historisch richtige Lösung der Selbstbestimmung wird dann sicher kein neuer “Krieg” der Volksgruppen angezettelt, wie Sie ihn großartig ankündigen. Oder würden sonst laut einer Umfrage lediglich 55 % der Italiener bei einer Abstimmung definitiv für einen Verbleib bei Italien stimmen?

Auch Sie sollten endlich einsehen, dass die Selbstbestimmungsidee keine “alte Platte” ist, sondern immer mehr an Aktualität gewinnt, der sich auch immer mehr Jugendliche anschließen. Selbstbestimmung bedeutet nicht automatisch die Rückgliederung an Österreich, sondern kann auch die Forderung nach einem eigenen souveränen Staat sein. Die Selbstbestimmung soll allerdings von allen 3 Volksgruppen mitgetragen werden, um uns gemeinsam für die Loslösung von diesem maroden Staatssystem einzusetzen. Denn es gibt genug Gründe, die gegen einen Verbleib bei Italien sprechen!

Friedliches Auseinandergehen
Sprachnachweis Einwanderer: Diskriminierung und Gesetzesbruch

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