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Autonomie: Zusammenleben

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Unser Weg bleibt die Autonomie
(„Dol.“ vom 21. Mai), so
der Landeshauptmann, wir
werden also von diesem Auslaufmodell
nicht abrücken.
Dem lieben Zusammenleben
wird alles geopfert, was an das deutsche Südtirol erinnert. Wir
brauchen keine Landeshymne,
bei den Ortsnamen wird sich
nichts ändern, keine Südtiroler
Olympia-Mannschaft, Protestmärsche
der Schützen sind
auch nicht erwünscht.

Auf was
sollen die Südtiroler dann noch
alles verzichten, um den seit
wenigen Jahrzehnten angesiedelten
Kulturbringern Genüge
zu tun? Wir verzichten auf den
Tiroler Adler in den Zeugnissen,
auf die Selbstbestimmung,
bleiben eben in dem Land, das
aller Industriestaaten kleinsten
Löhne zahlt und von der Mafia
beherrscht wird.

Die Dornenkrone
wird genauso zum Problem,
die neuen AVS-Wegweiser
werden dem friedlichen Zusammenleben
zum Opfer fallen,
und die deutsche Schule wird
dann wohl auch irgendwann
dran sein? Diesem Wahnsinn
sind wahrlich keine Grenzen
gesetzt, und deshalb lasst uns
friedlich und möglichst ohne
Schützen den Ander feiern.

Vielleicht sollte man auch auf
das Zündeln der Herz-Jesu-
Feuer verzichten und auf das
Absingen des nicht mehr zeitgemäßen
Herz-Jesu-Liedes (lästern
uns die Feinde auch). Die
schweigende Mehrheit wird
diese Dummheit gerne mittragen,
es geht uns ja so gut.

Ivo Hechensteiner,
St. Pauls

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