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Anfeindungen und Angriffe auf Süd-Tirol: Frattini vertritt Haltung, auf die jede Diktatur stolz wäre

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Als unerträglich und nicht länger hinnehmbar, bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, die erneuten Angriffe des italienischen Außenministers Franco Frattini auf Süd-Tirol.
Die Tatsache, dass Frattini unlängst ankündigte, dass Italien mit aller Härte gegen Süd-Tirol vorgehen werde und er nun die beiden ordnungsgemäß angemeldeten Kundgebungen des Schützenbundes, bei denen Tausende von Menschen friedlich gegen die Verherrlichung des Faschismus demonstrierten, als neue Form des Terrorismus bezeichnet, ist eine Ungeheuerlichkeit.

Die Aussagen Frattinis können nicht als persönliche Entgleisungen
abgetan werden, da er nicht irgendein unbedeutender Regionalpolitiker,
sondern der Außenminister Italiens ist. Wenn sich die Regierung nicht
von diesen hetzerischen Aussagen distanziert, so muss davon ausgegangen
werden, dass die von Frattini geäußerten Drohgebärden auch die Meinung
der italienischen Regierung wiederspiegeln.

Dies alles zeichnet ein äußerst düsteres Zukunftsbild für Süd-Tirol.

Wenn das offizielle Italien eine Kundgebung gegen den Faschismus
inzwischen schon als terroristischen Akt interpretiert und mit aller
Härte dagegen vorgehen will, so lässt dies die Grenze zwischen
Demokratie und Diktatur verschwinden.

Die Politik in Süd-Tirol, aber allen voran die SVP, ist daher
angehalten, diese inakzeptablen Anfeindungen und diktatorischen
Ambitionen vehement zurückzuweisen und unmissverständlich zu
verurteilen.

Angesichts derartiger Entwicklungen zeigt sich mehr als deutlich, dass
nicht jene Menschen verantwortungslos handeln, die auf eine Zukunft
ohne Italien hinarbeiten, sondern vielmehr jene, die nichts tun und mit
dem Verbleib bei Italien die Zukunft Süd-Tirols aufs Spiel setzen.

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter
und Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

,
Offener Brief an den Herausgeber der Tiroler Tageszeitung
Europawahl: Die Wahlbeteiligung in Süd-Tirol

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