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Leserbrief Gamper – Antwort

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Antwort auf Karl Gamper,
Lana („Dol.“ 6./7. Juni): Eigentlich
antworte ich auf solche
Leserbriefe nicht, die Zeilen
Gampers verdienen aber
eine. Das Auslaufmodell Autonomie
ist nicht meine Erfindung,
auch SVP-Exponenten
haben sich dahingehend
geäußert. Die Auflistung aller
anderen Fakten ist auch nicht
mein Produkt, sondern die
traurige Errungenschaft unserer
jahrzehntelangen Verzichtspolitik.

Die eingelullten
Südtiroler merken schon nicht
mehr, welch verhängnisvolle
Folgen diese dauernden Rückzieher
gegenüber den Postfaschisten
zeitigen, wir demontieren
und untergraben
die Substanz unserer Kultur.
Hätte Südtirol nicht zu viele
Patrioten eines Karl Gamper,
wären die faschistischen Frotzeleien
(Denkmäler, Straßen
und Ortsnamen) längst eliminiert
worden, ohne zu ballern
wie die IRA und der
Ander? Herr Gamper hat wohl
auch keine Vorfahren, die der
Faschismus politisch verfolgt
oder in wirtschaftliche
Schwierigkeiten gebracht hat.

Von diesem Verbrechen hat
sich Südtirol volkstumspolitisch
nie mehr erholt, auch
weil ab 1918 erst die dritte
Volksgruppe (Problemgruppe)
in Südtirol zwangsangesiedelt
wurde.
Ich wünsche Herrn Gamper
eine rosige, ausbaufähige Autonomie-
Zukunft im Müll-,
Wirtschafts- und Politskandal-
umwitterten Italien (samt
Lachnummer Berlusconi), zu
dessen treuen Staatsbürgern
er sich mit Stolz zählen darf.

Ivo Hechensteiner,
St. Pauls

Begriff: „Grundrechte“
Pinzon/Montan – Chronisch mangelhafte Postzustellung

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