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Südtiroler Heimatbund befremdet über die Aussage des Nord-Tiroler Landeshauptmannes Günther Platter

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In der Samstagsausgabe der „Dolomiten“ steht unter dem Titel „Kein Platz für Ewig-Gestrige“ ein Artikel, der nicht unwidersprochen bleiben darf. Der Südtiroler Heimatbund zeigt sich sehr befremdet über die Aussage des Nord-Tiroler Landeshauptmannes Günther Platter, in welcher er jene Landsleute als „Ewig-Gestrige“ hinstellt, die sich für ein Südtirol ohne Italien einsetzen.

Er sagt wörtlich: „Wenn es um die Autonomie Südtirols geht, dann werden wir keinen Millimeter Abweichung dulden, Österreich ist und bleibt die Schutzmacht Südtirols“. Hat denn Herr Platter die Aussagen der zwei Süd-Tiroler Parlamentarier Zeller und Brugger gar nicht mitbekommen, welche vor einigen Monaten öffentlich erklärt haben: „Die dynamische Autonomie ist tot, sie ist schon jahrelang rückläufig! 90% der von der römischen Regierung angefochtenen Landesgesetze werden vom Verfassungsgerichtshof bestätigt.“

Die Assimilierung schreitet unaufhaltsam fort und zwar in einem derartigen Tempo, dass wir nach zehn Jahren eine Volksabstimmung gar nicht mehr gewinnen werden. All das scheinen Bürger, die nicht in Süd-Tirol leben, gar nicht mitzubekommen, weil sie nur den Wohlstand in Südtirol sehen. Wir müssen täglich um unsere Identität und Tiroler Kultur kämpfen, da hilft auch keine fälschlicherweise noch so viel gepriesene Autonomie!

Sepp Mitterhofer
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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