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Festschreibung der faschistischen Bezeichnung "Alto Adige"

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Festschreibung der faschistischen Bezeichnung "Alto Adige"

Einen von ihnen selbst eingereichten Beschlussantrag haben die Präsidenten der Landtage Alt- Tirols, Steger, Kessler und van Staa zum Dreierlandtag zugelassen. Mit diesem Antrag glauben die blauäugigen Politiker, im Dreierpack gegen „ihre“ Staaten die „Euregio Alto Adige/Südtirol, Tirol und Trentino“ organisieren zu können.Gewollt oder nicht, wissentlich oder nicht, schreiben die drei Landtagspräsidenten damit den faschistischen Namen „Alto Adige“ in den Protokollen des Dreierlandtages fest!

"Alto Adige“ bedeutet rückübersetzt "Hochetsch". Im Jahr 1906 führte Ettore Tolomei diesen Begriff für das Einzugsgebiet der Etsch im deutschen und ladinischen Tirol ein, um damit einen territorialen Anspruch Italiens ("die Etsch fließt nach unten") zu erheben.
Mit der Annexion Tirols südlich des Brenners und westlich von Arnbach durch Italien im Jahr 1919 kam Tolomeis "Alto Adige" wie gerufen – weist es doch nach Süden und leugnet jeden Bezug zu Tirol. "Alto Adige" ist die tolomeisch-faschistische Etikette der ersten Stunde und kein angemessener Begriff für Südtirol. Die im Italienischen richtige Übersetzung für Südtirol ist, wenn schon "Sudtirolo“, so der Toponomast Dr. Cristian Kollmann.
Der Verteidiger der Südtiroler, Eduard Reut Nicolussi, wurde bei seiner Parlamentsrede am 16. November 1922, als er vom „popolo tedesco del Tirolo meridionale“ spricht, von Mussolini angeschrien, es heiße „Alto Adige“.
Es hat sich gezeigt, dass es nicht ratsam ist, jemanden mit Mussolini zu vergleichen, deshalb verzichtet Roland Lang darauf.

Dass der Antrag eines „Zukunftstisches Tirol“ der SÜD-TIROLER FREIHEIT mittels Veto der Präsidenten den Abgeordneten des Dreierlandtages nicht vorgelegt wird, war zu erwarten, aber faschistische Begriffe wie „Alto Adige“ stehen im Widerspruch zur Zukunft eines freien Tirol.

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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