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Umfrage zur Wiedervereinigung Tirols: Auftrag für verstärkte Informationsarbeit

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Die jüngste Umfrage der „Tiroler Tageszeitung“ (TT) wonach sich dieses Jahr weniger Bürger im Bundesland Tirol für eine Wiedervereinigung Tirols aussprechen als noch im vergangenen Jahr, ist zwar bedauerlich, darf jedoch nicht überbewertet werden. Dieser Trend lässt sich aufgrund der politischen Stimmungsmache des  vergangenen Jahres leicht nachvollziehen.

Das gesamte Jahr hindurch hat man medial und politisch all jene Personen als „Ewiggestrige“, „Unruhestifter“ und „Zündler“ angeprangert, die sich aufrecht für die Wiedervereinigung Tirols einsetzten.

Mehr noch, der Bevölkerung wurde permanent eingeredet, dass die Selbstbestimmung und die Wiedervereinigung Tirols Spinnereien seien, die nur zu Unruhen, ja sogar zum Krieg führen könnten.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet verwundert es daher nicht, dass die Bevölkerung im Bundesland Tirol, die das Unrecht der Teilung und die täglichen Schwierigkeiten mit dem italienischen Staat nicht im selben Ausmaß verspürt wie die Süd-Tiroler, sich spontan eher für eine Beibehaltung des Status quo ausspricht.

Als Beispiel seien hier nur vergleichbare Umfragen aus den späten 80er Jahren in West-Deutschland genannt. Die Sorge vor Unruhen, die negativen Äußerungen der Politiker, sowie die weniger schmerzlich empfundene Teilung führten dazu, dass sich auch damals die Bevölkerung in West-Deutschland nicht mehrheitlich für die Wiedervereinigung aussprach.

Aus der Umfrage der TT darf daher nicht geschlossen werden, dass eine Wiedervereinigung Tirols von der Bevölkerung grundsätzlich abgelehnt wird.
Tatsache ist, dass es in den vergangenen Jahren 4 unabhängige Meinungsumfragen gegeben hat, die alle zum selben Ergebnis kamen, nämlich dass sich die Mehrheit der Bevölkerung für die Wiedervereinigung Tirols ausspricht.

Vielmehr muss diese Umfrage als konkreter Auftrag verstanden werden, zukünftig im Bundesland Tirol noch mehr Aufklärungsarbeit zu leisten.
Die Tatsache, dass die Befürwortung einer Wiedervereinigung bei den 15- bis 29-Jährigen abermals besonders hoch war, zeigt nur zu deutlich, dass die Jugend die Zeichen der Zeit längst erkannt und andere Zukunftsvorstellungen hat.

Die Zukunft Tirols liegt nämlich in der Einheit des Landes und nicht in dessen Teilung.

L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

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