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Verkehrsproblem Bahnhofsplatz in Bozen – SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert Unterführung

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Nur eine Unterführung unter dem Bahnhofsplatz, mit dem die Garibaldistraße und die Rittner Straße unterirdisch für den Verkehr verbunden werden, kann das Verkehrschaos vor dem Bozner Bahnhof lösen, so Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT. Als Beispiel sei die Bahnhofskreuzung Eppan genannt, wo der Hauptverkehr von Bozen nach Kaltern unter die Erde verlegt wurde. Der Vorteil wäre die direkte Anbindung des Bahnhofausganges mit der Fußgängerzone, eine unterirdische Einfahrt in den Central Parking Parkplatz sowie endlich ein behindertengerechter Zugang zum Bahnhof, weil der Bahnhofplatz erhöht werden könnte und damit die Stiegenbarriere beim Eingang verschwinden würde.

Die vom Verkehrsstadtrat Klaus Ladinser  bei einem Treffen mit dem
Stadtviertelrat besprochene Verlegung des Zebrastreifens und das
Aufstellen einer Ampel wie bei der Meraner Kreuzung  sind keine Lösung
des Verkehrsproblemes! So hat die „Ladinser-Ampel“ bei der Meraner
Kreuzung nur einige Tage geblinkt!

Es hat sich gezeigt, dass Fußgänger wenig bis überhaupt nicht
Fußgängerunterführungen benutzen. Lieber laufen sie unter Gefahr über
eine gefährliche Straße, als den sicheren Weg der Unterführung zu
nehmen. Diesen Umstand muss Rechnung getragen werden. Außerdem sollten
in der Bahnhofszone keine unterirdischen Gänge Übernachtungsplätze für
Obdachlose schaffen. Deshalb muss der Verkehr, der hauptsächlich
zwischen der Garibaldistraße und der Rittner Straße fließt,
unterirdisch verlegt werden. Die Garibaldistraße sollte dazu nach der
Einfahrt zum Busbahnhof abwärts verlaufen, unterirdisch dem
Bahnhofsplatz überqueren und beim Landhaus für Raumordnung wieder als
Rittnerstraße nach oben führen. Nur eine kleine Zufahrt zur
Bahnhofsallee und zur Laurinstraße müsste ähnlich der Bahnhofskreuzung
in Eppan  nach Girlan und Montiggl oberirdisch verlaufen. Der „Central
Parking“ könnte ohne Auffahrt direkt unterirdisch im Tunnel eingebunden
werden. Da die Bahnhofshalle etwa 80 cm höher als der derzeitige
Bahnhofsplatz ist, würde durch eine Erhöhung des Platzes die
behindertenfeindlichen Stufen zum Bahnhof verschwinden und außerdem die
Tiefe der Grabungsarbeiten verringert werden.

Es ist für Pendler und Touristen die beste Lösung, wenn am Ausgang des
Bahnhofes frei von oberirdischen Verkehr, die Fußgängerzone von Bozen
beginnt. Damit würde das Zugfahren viel attraktiver werden, da der Zug
damit praktisch in der Fussgängerzone hält, so Roland Lang.
Unser Lösungsvorschlag benötigt mehr als ein Jahr Bauzeit (siehe
Bahnhofskreuzung Eppan), wird etwa 9 Millionen Euro kosten und zu
einigen Unannehmlichkeiten führen. Aber damit wäre das Verkehrsproblem
Bahnhofplatz auf Dauer gelöst.
 
Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT
 
Bild 1: Bahnhofskreuzung in Eppan

 
Bild 2: 80 cm ist die Bahnhofshalle höher als der Bahnhofsplatz- Eine Barriere für Behinderte und Kofferzieher

Bild 3: Nach der Einfahrt zum Busbahnhof sollte die Garibaldistraße abwärts führen

 
Bild 4: In der Rittner Straße beim Landhaus für Raumordnung kommt der Verkehr wieder ans Tageslicht zurück.

Eva Klotz zum Tag der Frau
19. März 2010: Vortrag in Partschins – Der Freiheitskampf der 60er Jahre

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