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Sorgloser Umgang mit unseren Kulturgütern

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Sorgloser Umgang mit unseren Kulturgütern

Der vor drei Jahren entschiedene und nunmehr durchgeführte Abbruch des malerischen Hauses Dorfmann an der Straße Löwenhof-Neustift hat allgemeines Bedauern hervorgerufen. Während bereits der Bau der Straße eine sinnlose Verschwendung von Kulturgrund darstellt, so ist der damit verbundene Abbruch zusätzlich ein herber Verlust für unsere Kulturlandschaft.

Der Bezirkssprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Hartmuth Staffler,
bezeichnet den Abbruch des Hauses Dorfmann als symptomatisch für den
sorglosen Umgang mit wertvoller Bausubstanz in vielen Gemeinden des
Eisacktales. Leider fehlt in vielen Gemeinden immer noch der vom Gesetz
vorgesehene Ensembleschutz. Aber auch in den Gemeinden, die ihre
wertvollen Ensembles mindestens teilweise unter Schutz gestellt haben,
bedeutet dies noch lange nicht, dass alle diese Bauten tatsächlich vor
Abbruch oder Verschandelung geschützt sind.

So war es in der Gemeinde Brixen möglich, den Tiroler Adler am Gebäude
der Volksbank unter den Lauben, ein Mosik-Kunstwerk von Josef Pfefferle,
ungestraft zu verunstalten. Schlimmes befürchten lässt auch die
derzeitige Planung zur Erweiterung der Manzoni-Mittelschule. Obwohl das
Schulgebäude als Teil der ehemaligen Kaiser-Karl-Artilleriekaserne unter
Ensembleschutz steht, wurde die Arbeitsgruppe Ensembleschutz der
Gemeinde Brixen nicht einmal darüber informiert, dass der Bau erweitert
werden soll.

Diese Vorfälle zeigen laut Süd-Tiroler Freiheit, wie wichtig es ist,
dass in die Gemeinderäte aufmerksame Politiker einziehen, denen der
Schutz der Landschaft und unserer Kulturgüter ein Anliegen ist.

Hartmuth Staffler

SÜD-TIROLER FREIHEIT Brixen

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