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Leserbrief an die „Neue Südtiroler Tageszeitung“

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Sehr geehrter Herr Herausgeber, in ihrem Kommentar unter dem Titel „Lockkandidaten“ schreiben sie in der Ausgabe vom 8. April: „… und der guten Eva Klotz ist nichts Besseres eingefallen, als Bürgermeisterin von Brixen werden zu wollen.“  Als Listenführer der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen möchte ich klären, dass diese Kandidatur kein Einfall von Frau Klotz war, der sicher viel Besseres eingefallen wäre, sondern dass Eva Klotz von den Brixner Kandidaten der Süd-Tiroler Freiheit darum gebeten wurde.

Eva Klotz will auch keineswegs Bürgermeisterin von Brixen werden, und
sie hat dies offen und ehrlich bei jeder Gelegenheit, zuletzt vor über
500 Zuhörern der „Brixner Gespräche“ im Forum in Brixen, erklärt. Die
Kandidatur von Frau Klotz ist keine „Lockkandidatur“, sondern sie wird
durch das regionale Wahlgesetz  erzwungen, für das beim  besten Willen
nicht die Süd-Tiroler Freiheit verantwortlich gemacht werden kann.
 

In
Gemeinden mit mehr als 15.000 Einwohnern muss jede Liste einen
Bürgermeisterkandidaten nominieren, der aber nur dann in den
Gemeinderat einziehen darf, wenn die Liste mindestens zwei
Gemeinderatssitze erringt. Damit sind kleinere Listen, die keine
Garantie auf zwei Sitze haben, praktisch gezwungen, einen reinen
Zählkandidaten aufzustellen. Wir danken Eva Klotz, dass sie sich dafür
zur Verfügung gestellt hat; wir wären auch der „Neuen Südtiroler
Tageszeitung“ dankbar, wenn sie in Zukunft nicht die angeblichen
„Lockkandidaten“, sondern die Absurdität des Wahlgesetzes angreifen
würde.

Hartmuth Staffler, Süd-Tiroler Freiheit, Brixen

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