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Doppelstaatsbürgerschaften in Europa – Auch jüdische Verbände dafür!

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In Ungarn hat die neue Regierung unter dem Konservativen Viktor Orban nun den Ungarn, die außerhalb des Staates leben, die Möglichkeit geboten, die ungarische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Diese Doppelstaatsbürgerschaft wird nun auch vom Verband der Ungarischen Jüdischen Gemeinden  "Mazsihisz" unterstützt, so  Leitungsmitglied Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT. Laut dem Vorsitzenden des Verbandes der Ungarischen Jüdischen Gemeinden ("Mazsihisz") stellt die Entscheidung des Parlamentes über die doppelte Staatsbürgerschaft eine historische Wiedergutmachung für Holocaust-Überlebende bzw. deren Nachkommen dar.

In den Ländern rund um Ungarn – Rumänien, Slowakei, Slowenien, in der
Ukraine  und Österreich – leben insgesamt rund 2,5 Millionen Menschen
ungarischer Abstammung. Diesen Emigranten, Kindern und Kindeskindern
von Emigranten bietet Ungarn nun die Möglichkeit, eine
Doppelstaatsbürgerschaft zu erwerben. Österreich hat nichts gegen diese
Doppelstaatsbürgerschaft, obwohl besonders im Burgenland sehr viele
ungarischstämmige Österreicher leben.

Wie NépszabadságONLINE am 29. Mai berichtete, begrüßt "Mazsihisz" die Entscheidung über die doppelte Staatsbürgerschaft.

Der Vorsitzende der "Mazsihisz" Peter Feldmájer,  formulierte seine
Gründe folgendermaßen: man darf nicht vergessen, dass der Holocaust und
die Schrecken des Zweiten Weltkrieges stattfanden und so viele
Menschen, die mit der ungarischen Kultur verbunden waren, gezwungen
wurden, das Gebiet des historischen Ungarns zu verlassen.

Insbesonders eine größere Reihe von Menschen, welche heute in Israel
leben und deren Vorfahren im Gebiet des historischen Ungarn lebten –
fügte er hinzu.

Laut dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinden gibt es  in der Welt mehrere hunderttausend potenziell Betroffene.

Bemerkenswert:  Israel ist der Staat mit den relativ meisten
Doppelstaatsbürgern. Auch von österreichischen prominenten Juden heißt
es, dass ihre Kinder oft in der israelischen Armee gedient haben – da
schwört man aber auch auf dieses Vaterland. Wo bleibt die Kritik der
Gegner der Doppelstaatsbürgergegner zu dieser „Doppelloyalität“?

Doppelstaatsbürgerschaften haben nichts mit antieuropäischen Gefühlen
und Egoismen zu tun und sind keinesfalls Ausdruck von Nationalismus, so
Roland Lang, sondern das freie Bekenntnis zu Volk und Vaterland.

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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