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Zigarettenschachteln könnten bald zweisprachig beschriftet werden, Lebensmittelverpackungen nicht?

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Verschiedene Bürgerinnen und Bürger haben in den letzten Wochen mehrfach die Tatsache zur Anzeige gebracht, dass Lebensmittelverpackungen in Süd-Tirol vielfach nur einsprachig italienisch beschriftet und so auch in den Verkauf gelangen. Dies widerspricht einer unmissverständlichen EU-Richtlinie, so Leitungsmitglied der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Roland Lang.

Im römischen Parlament wird zur Zeit auch eine Initiative zur
zweisprachigen Beschriftung der Gesundheitswarnungen bei
Zigarettenschachteln diskutiert. Der Gesetzesentwurf dazu wurde von den
Süd-Tiroler Senatoren, aber auch von verschiedenen italienischen
Parlamentariern unterzeichnet. Aus diesem Anlass fordert die SÜD-TIROLER
FREIHEIT alle Süd-Tiroler Abgeordneten im römischen Parlament auf, sich
dafür einzusetzen, dass auf den Verpackungen die Inhaltsstoffe von
Lebensmittel zumindest zweisprachig angeführt werden müssen.

Leider ist es in Süd-Tirol die Regel, dass auf den Verkaufspackungen die
Etikettierung (Nährstofftabelle und Angabe der Inhaltsstoffe) nur in
der italienischen Amtssprache vorhanden ist. Da in Süd-Tirol deutsch und
italienisch als Amtssprache anerkannt sind, wird laut der SÜD-TIROLER
FREIHEIT die EU-Richtlinie 79/112/EWG des Rates der Europäischen Union
vom 18. Dezember 1978 verletzt.

Zudem weist die EU-Kommission in der Mitteilung über die Verwendung der
Sprachen beim Inverkehrbringen von Lebensmitteln darauf hin, dass die
Etikettierung von Lebensmitteln, die ohne Weiterverarbeitung an
Letztverbraucher verkauft werden, in einer leicht verständlichen Sprache
abzufassen ist; dies ist/sind im Allgemeinen die Amtssprache(n) des
Landes, in dem der Verkauf erfolgt.

Laut der SÜD-TIROLER FREIHEIT sind bislang die zuständigen Behörden nur
gegen Lebensmittelbetriebe mit hohen Strafen vorgegangen, welche nur
einsprachig deutsch beschriftete Lebensmittel verkauft haben. Roland
Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT sieht darin eine ungleiche Auslegung
der geltenden Bestimmungen.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT rechnet damit, dass in den nächsten Wochen
weitere Anzeigen bei den zuständigen Behörden eingereicht werden.

Roland Lang

Leitungsmitglied der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT

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