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Sprachenexperiment an der Grundschule Milland abgelehnt

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Der Schulamtsleiter hat das an der Grundschule Milland geplante Experiment mit mehrsprachigem Unterricht abgelehnt. Dies hat Schul- und Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Eva Klotz und Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit mitgeteilt. Der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen, Hartmuth Staffler, zeigt sich erleichtert über diese Entscheidung.

Besorgte Eltern hatten die Süd-Tiroler Freiheit über das ab Herbst
geplante Schulexperiment informiert, bei dem in der ersten Klasse
Grundschule Deutsch und Mathematik um je eine Wochenstunde gekürzt und
dafür der Italienischunterricht auf vier Wochenstunden angehoben werden
sollte. Innerhalb dieser vier Italienischstunden sollten
Naturwissenschaften und Geographie zu je einer halben Wochenstunde sowie
Kunst und Technik zu je einer vollen Stunde in italienischer Sprache
unterrichtet werden. Zudem sollten ab der ersten Klasse auch 1,5
Wochenstunden Englisch eingeführt werden, was zu Lasten von Musik (eine
Stunde) und Religion (eine halbe Stunde) gegangen wäre.

Sofort nach Bekanntwerden dieses Vorhabens haben die
Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit dazu eine Anfrage im
Landtag eingereicht, während der Brixner Gemeinderat Hartmuth Staffler
das Projekt in einer Aussendung scharf kritisiert hat. Die Kürzung des
Deutschunterrichtes in der Grundschule sei angesichts der Gefährdung der
deutschen Sprache in Süd-Tirol nicht zu verantworten. Das
Experimentieren mit mehrsprachigem Unterricht auf den Rücken der Schüler
wäre ein Abrücken von der mühsam erkämpften deutschen Schule und ein
Schritt in Richtung gemischte Schule. Das Beispiel Aosta, wo die
gemischte Schule dem Französischen praktisch den Todesstoß versetzt hat,
zeige die verheerenden Auswirkungen einer solchen Entwicklung auf.

Hartmuth Staffler

Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen

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