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Oberschulreform: Anpassungen nötig, aber nicht auf Kosten der Sicherheit in der Muttersprache

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Die Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, hat  in der 1. Gesetzgebungskommission nicht für die vorgelegte Oberschulreform gestimmt, sondern sich der Stimme enthalten. Sie bekräftigte zwar die Notwendigkeit, mehr Ordnung in das Oberschulwesen zu bringen, die vielen Schulversuche zu beenden und die Jugendlichen auf neue Herausforderungen vorzubereiten, bemängelte aber die fehlende Klarheit hinsichtlich der Unverrückbarkeit des muttersprachlichen Prinzips. Dies um so mehr, als die zuständige Landesrätin nicht ausschließen wollte, dass in Zukunft im letzten Oberschuljahr Fächer auch in einer anderen als der Muttersprache der Schüler unterrichtet werden könnten.

Eva Klotz warnte eindringlich vor der Aufweichung des muttersprachlichen
Prinzips, weil man damit eine Entwicklung in Gang setzen würde, an
deren Ende nicht die Zweisprachigkeit stehe, sondern für Schulabgänger
mit wenig intellektuellem Hintergrund die doppelte Halbsprachigkeit,
die
bei anderen Volksgruppen, wie bei Aostanern und Elsässern schließlich
zur Einsprachigkeit des Staates geführt hat.
 
Eva Klotz verweist darauf, dass die bis zur Matura vorgesehenen ca. 2500
Unterrichtsstunden Italienisch bzw. Deutsch bei entsprechender
Qualifikation der Lehrer und Lernbereitschaft der Schüler ausreichen
müssten, um die nötige Grundlage für ausbaufähige Beherrschung der
Sprachen zu haben!
 
L.-Abg. Dr. Eva Klotz
9. 7. 2010

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