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Einzige Gegenstimme von der Süd-Tiroler Freiheit

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Als einziges Gemeinderatsmitglied hat Hartmuth Staffler von der Süd-Tiroler Freiheit am Donnerstag abend gegen das vom Brixner Bürgermeister Albert Pürgstaller vorgelegte programmatische Dokument gestimmt. Die übrige Opposition (Freiheitliche, Insieme per Bressanone, PDL und der Unabhängige Klauspeter Dissinger) enthielten sich der Stimme.

Staffler begründete seine Gegenstimme damit, dass das Programm des Bürgermeisters zu vage und teilweise widersprüchlich sei. Es sei unsinnig, von der Ansiedlung hochtechnologischer Betriebe zu sprechen, nachdem man gerade die Firma Durst mit einem Teil ihrer Tätigkeit aus Brixen hinausgeekelt habe. Vollkommen absurd sei das Vorhaben, den Hofburggarten als „Attraktion“  auszubauen. Dafür wurde bereits eine Studie (für 80.000 Euro) in Auftrag gegeben, die streng geheim ist. Nun will man noch drei verschiedene Projekte ausarbeiten lassen und „vielleicht“ eine Volksabstimmung machen. Das ganze Geld sei zum Fenster hinausgeschmissen, da Denkmalschutz und Ensembleschutz keinen Spielraum für derartige Fantasien ließen, erklärte Staffler. Entschieden sprach sich Staffler auch gegen den geplanten Bau eines Fußballplatzes nur für Italiener und gegen den Bau einer Bocciahalle aus sowie gegen angebliche Dienstwohnungen für das Militär.

Mit beigetragen zur entschiedenen Opposition Stafflers gegen das Programm des Bürgermeisters haben auch die nationalistischen Äußerungen des Koalitionspartners PD, denen die SVP bisher noch nicht widersprochen hat.

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