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Fascho-Konzert in Bozen abgehalten – Faschismus weiter salonfähig gemacht!

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Die Abhaltung eines Fascho-Konzertes in Bozen, trotz der Proteste vieler demokratischer Kräfte aller Sprachgruppen gemeinsam mit der Antifa Meran hat gezeigt, dass dieser Staat und seine höchsten Vertreter in Südtirol nicht in der Lage und Willens sind, faschistische Umtriebe in Südtirol zu unterbinden. Unglaublich: Um das Konzert abzuhalten, schreckten diese Neofaschisten auch nicht davor zurück, in ein Privatgebäude einzudringen. Polizei und Quästor schauten dabei zu!

Während es in jedem Buschenschank fürs Aufspielen mit einer Klampfe eine Genehmigung braucht, spielte diese Faschogruppe ohne
jede Genehmigung, und die Polizei schaute von der Straße aus zu.

Das „Wegschauen“ bei faschistischen Aktionen hat bei den Ordnungskräften
in Südtirol eine lange Tradition: Beim Überfall des Bozner Messeumzuges
mit der Ermordung von Franz Innerhofer 1921, der gewaltsamen Absetzung
des letzten gewählten deutschen Bürgermeisters von Bozen Julius
Perathoner, bei den Anschlägen der Terrorgruppe „MIA“,  bei der
widerrechtlichen Entfernung der Tafel „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN“ am
Brenner und deren Absetzung vor dem „Siegesdenkmal“ vor laufenden
Überwachungskameras!

Das Hinschauen hat bei gemeldeten Tiroler Veranstaltungen auch eine alte
Tradition: Keine Schützenfeiern, keine Gedenkfeier oder Herz-Jesu
Prozession ohne Polizei und Carabinieri, im Schatten auch der
Geheimdienst.

Unvergesslich dazu, so die SÜD-TIROLER FREIHEIT, die Polizeipräsenz in
Bruneck, als Schützen und Demokraten gegen den faschistischen
„Kapuzinerwastl“ protestierten. Niemand durfte sich dem Denkmal nähern –
nur der rechtsradikale Donato Seppi und seine „Kameraden“.

Dieser Staat, der Gesetze "zur schnellen Assimilierung der Südtiroler",
wie es wörtlich bei den Tolomei-Dekreten heißt, bestätigt, der das
Siegesdenkmal renovieren lässt, das Liktorenbündel als Parteizeichen
zulässt, der in der Regierung Leute sitzen hat, die mit dem römischen Gruß
ihre Gesinnung preisgeben und deren Chef einer Minderheit den
Stinkefinger zeigt, kann nicht Vertragspartner für das Überleben der
Tiroler unter Italien sein.


Von diesem Staat, der aus dem Nazifaschismus und einem Weltkrieg nichts
gelernt hat, kann es nur eine schnelle Trennung geben. Südtirol muss
demokratisch bleiben! 

Roland Lang

Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT 

Im Bild Vertreter der SÜD-TIROLER FREIHEIT bei der antifaschistischen Kundgebung am Bozner Kornplatz:

v.l.n.r.: Natanael Schmidt, Roland Lang, Barbara Klotz

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