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Gemeinde Kastelruth/ Castelrotto: Wo bleibt ladinischer Gemeindename?

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Gemeinde Kastelruth/ Castelrotto: Wo bleibt ladinischer Gemeindename?

Die Gemeinde Kastelruth sollte aus Respekt vor ihren etwa 14% ladinischen Bürgern auch den ladinischen Gemeindenamen führen, verlangt die SÜD-TIROLER FREIHEIT. Etwa 3,5 % Italiener finden sich im Namen Castelrotto, der bereits vor Tolomei geschichtlich entstanden ist, wieder, aber jeder 7. Gemeindebürger muss notgedrungen auf Kastelruth oder Castelrotto ausweichen. Amtlich, so Leitungsmitglied Roland Lang,  fehlt der ladinische Gemeindename „Ciastel“!

Die Bevölkerung von Kastelruth besteht aus mehr als 80 % Deutschen, 3,5% Italienern und 14,7  Ladinern. Damit ist mehr als jeder 7. Gemeindebürger ladinischer Muttersprache und muss beim Namen seiner Gemeinde auf den deutschen oder Italienischen Namen ausweichen. Da die ladinische Sprache in Kastelruth auch Amtssprache ist, sollte die Gemeinde neben dem deutschen und italienischen Namen auch den ladinischen Namen „Ciastel“ führen.

Es ist nicht richtig, dass 3,5% Italiener für ihre Gemeinde einen italienischen Namen haben, 14,7 % Ladiner nicht! Fairerweise wird klargestellt ,  dass der Name Castelrotto nicht von Tolomei stammt, sondern bereits 1910 existierte, aber nicht amtlich war. Erst 1923 wurde der Name Castelrotto als amtlicher Name für die Gemeinde eingeführt.

Als Tiroler fordern wir zu Recht unsere historisch gewachsenen Ortsnamen ein, vergessen dabei aber oft unsere ladinischen Landsleute: So steht auf den Hinweisschildern zur neuen Umlaufbahn auf der Seiser Alm nur die Bezeichnung PUFLATSCH/ BULLACCIA, obwohl es sich um ladinisches Gebiet handelt (wenn auch nicht gemeindemäßig wie Überwasser, Pufels/Bula und Runggadistsch). Es müsste also ladinisch BULACIA heißen!
Laut Dr. Egon Kühebacher, Landestoponomast a. D. des Landes Südtirol, entstand der Name „BULLACCIA“ erst im Jahre 1940, ist also faschistisch belastet!

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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