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Koja-Wiesen sorgen für Verlegenheit

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Erwartungsgemäß hat die Mehrheit im Brixner Gemeinderat den Antrag von Hartmuth Staffler (Süd-Tiroler Freiheit), die Verwirklichung der Hotelzone Koja-Wiesen bis zur Entscheidung im entsprechenden Rekurs auszusetzen, abgelehnt. Das Abstimmungsergebnis sollte allerdings zu denken geben. Von 26 Anwesenden stimmten nur 13 gegen den Beschlussantrag Stafflers, zwölf enthielten sich. Trotz dieser äußerst knappen Mehrheit will die Gemeindeverwaltung das umstrittene Projekt Koja-Wiesen mit aller Gewalt durchsetzen.

Der Beschlussantrag Stafflers hat vor allem die Grüne Bürgerliste in
Verlegenheit gebracht. Nachdem sie vor der Gemeinderatswahl als
Oppositionspartei heftig gegen das Projekt Koja-Wiesen gewettert hatte,
konnte sie jetzt nicht gut dafür stimmen, obwohl sie nun im Stadtrat
sitzt und das Projekt mitträgt. Um weder Wähler noch Koalitionspartner
allzu sehr zu verärgern, enthielt sich die Grüne Bürgerliste der Stimme.
In Verlegenheit waren aber auch die Medien. Der RAI-Sender Bozen sprach
fälschlicher Weise von einem Beschlussantrag „der Oppositionsparteien“,
„Dolomiten“ und „Tageszeitung“ nannten zwar den Einbringer,
verschwiegen aber seine Parteizugehörigkeit. Offenbar hat man
Schwierigkeiten, die Süd-Tiroler Freiheit beim Namen zu nennen,
insbesondere wenn sie sich konsequent für die Erhaltung der heimatlichen
Kulturlandschaft einsetzt.

Hartmuth Staffler

Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit

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