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Abzug der Alpini-Fallschirmjäger: Wohnungsbau für Militär überdenken

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Der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, begrüßt die Verlegung der Alpini-Fallschirmjäger von Bozen nach Verona und somit den Abzug von weiteren 400 Alpini-Soldaten aus Süd-Tirol.
Das italienische Militär erfüllt in Süd-Tirol keine sinnvolle Aufgabe, weshalb deren Präsenz völlig überflüssig ist und den Steuerzahler nur Geld kostet. Auch sind gerade die Alpini in der Vergangenheit immer wieder durch Provokationen aufgefallen, weshalb deren Teilabzug nun von vielen Menschen in Süd-Tirol als Wohltat empfunden wird.

Der zweifelhafte Umgang der Alpini mit ihrer faschistischen Vergangenheit, die Verherrlichung des Alpini-Völkermorddenkmals in Bruneck, sowie der geplante Aufmarsch von 300.000 Alpini in Bozen, sind nur einige Beispiele dafür, wie sich die Alpini in Süd-Tirol selbst unbeliebt und wohl auch unerwünscht gemacht haben.
Ihrem Abzug werden daher wohl auch nur italienische Nationalisten eine Träne nachweinen.

In diesem Zusammenhang muss aber das Abkommen des Landes mit dem Militär hinterfragt werden, welches den Bau von Militärwohnungen im Tausch gegen enteignete Grundstücke vorsieht.

Angesichts der Tatsache, dass durch die Einführung des Berufsheeres unzählige Kasernen aufgelassen wurden und weitere Einheiten des Militärs aus Süd-Tirol abgezogen werden, stellt sich die Frage, für wen hier eigentlich noch Wohnungen gebaut werden?

Am Beispiel der Alpini-Fallschirmjäger zeigt sich, wie sinnlos es ist für das Militär weitere Wohnungen zu bauen, wenn die, die darin wohnen sollen, in Verona oder irgendwo anders in Italien arbeiten. Diese Wohnungen können unmöglich alle von Beamten bewohnt werden, die in Süd-Tirol stationiert sind.

Vielmehr ist zu befürchten, dass damit Freizeit- und Alterswohnsitze für Militärbeamte geschaffen werden.
Dem Land gehen dadurch unzählige Wohnungen verloren, die gerade von jungen Familien dringend benötigt würden. Darüber hinaus wird ein  Zuzug von Militärbeamten gefördert, der nicht im Interesse Süd-Tirols sein kann.

Das Abkommen mit dem Militär ist daher nachzuverhandeln, da nicht mehr benötigte Areale des Militärs ohnedies zurückgegeben würden.

Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll wird zu dieser Thematik eine Anfrage im Rahmen der nächsten Landtagssitzung einreichen, in der Aufklärung darüber verlangt wird, wie viele Wohnungen gebaut werden, wer dort wohnen wird, wer der Eigentümer dieser Wohnungen sein wird (die mit Steuergeldern gebaut wurden) und wie viel das Land für den Bau dieser Wohnungen ausgibt.

L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

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