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Auslaufmodell Südtirol- Autonomie

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Herrn Hatto Schmidt (Vorausgeschickt Dolomiten 20. Nov.) scheint ein Los von Rom bzw. die österreichische Staatsbürgerschaft für uns Südtiroler sauer aufzustoßen. Es geht den vielen Südtirolern, die die Vision von einem „Los von Rom“ haben, nicht um den abgedroschenen Populismus, sondern um die längst fällige Wiedergutmachung eines Verbrechens, das schon mehr als 90 Jahre zurück liegt.

Und was soll´s mit Grenzverschiebungen in Europa, die ja nicht mehr existieren?
Die Zukunft Europas liegt nicht in der Zementierung der Nationalstaaten, sondern in der Aufwertung der Volksgruppen, um eben in Unabhängigkeit ihre Kultur, Wirtschaft und Tradition zu leben, ohne Bevormundung eines Nationalstaates.
Selbstbestimmung ist ein unverzichtbares Menschenrecht und kann vom Auslaufmodell Autonomie nicht ersetzt werden. Nun, der Landesadler auf den Schulzeugnissen muss auch abfliegen (verschwinden), wahrscheinlich hin zum restaurierten Siegestempel, um für Zeit und Ewigkeit an die nachhaltigen Leistungen des Faschismus in Südtirol zu erinnern (Mahnmal?).
Aber was soll´s, zwei Millionen Euro Steuergeld hat man dadurch ins Land geholt, also trägt man´s leichter, wenn wir zum größten Steuereintreiber (68,6 %) Europas gehören.
Wir haben nicht all zuviel Zeit, uns zu entscheiden, einen eigenen Weg zu gehen, oder im Mafiasumpf Berlusconis wirtschaftlich wie politisch unterzugehen.

GR Ivo Hechensteiner
St. Pauls

Bild:OERNEN2020

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