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SVP fehlt Weitsicht

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Die Selbstbestimmung bringt die SVP in Erklärungsnot, denn ihre Autonomie hat ausgedient und sie wird von Rom nach Strich und Faden ausgehebelt (Trinkwasserprivatisierung, Abschaffung der 5 Promille, Ausländerzustrom, Straßenverkehrsordnung, Schulreform usw.), zudem wenn es ums Eingemachte geht, hat nur Rom das letzte Wort.

Große Freude herrscht im italienischen Rechtslager, Urzí & Co reiten auf derselben Anti- Selbstbestimmungsschiene wie die SVP. Mit solch fragwürdiger Schützenhilfe kann man die Unabhängigkeitsbestrebung wohl etwas einbremsen, verhindern aber bestimmt nicht, zu katastrophal und ausweglos ist die politische wie wirtschaftliche Lage Italiens.
Haben die Südtiroler nach 90 Jahren immer noch nichts dazugelernt? Es ist schon sonderbar, dass gerade jene Partei, welche die Selbstbestimmung in ihrem Statut verankert hat, sich am meisten dagegen stemmt. Nun, die Tiroler Identität bekommt immer mehr Schlagseite (siehe Interview des LH im ORF 2 am 05.12.10, wo er  die kultur- verachtenden Tolomeischen Namen dem zuständigen Minister mit seiner Unterschrift wiederum bestätigt hat).
Die Zwangs- Einbahn in Richtung Rom trübt die Weitsicht des Tiroler Adlers zusehends, dieser  merkt schon nicht mehr, wie seine Flügel gestutzt werden. Der Flug in die Freiheit wird somit schwierig, wenn nicht gar unmöglich.

Wie der Jugendexponent der SVP da eine Zukunftsperspektive herausfiltern kann, ist schwer nachvollziehbar: Naiv oder ungeheuerlich?

GR Ivo Hechensteiner
St. Pauls

Die Autonomie ist nur eine Übergangslösung!
Positives Beispiel: www.wetter.at hat Süd-Tirol zur Österreich-Landkarte hinzugefügt

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