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150 Jahr- Feiern zur Einheit Italiens 2011 – Südtirol ist nicht Italien- kein Grund mitzufeiern!

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Nach den jüngsten Schlägereien innerhalb und außerhalb des Parlamentes  bei der Vertrauensabstimmung zum Schicksal der italienischen Regierung, die in Europa und der Welt wieder einmal vorführten, in welchem Zustand dieser Staat ist, kann doch niemand von den -wider ihres Willens italienischen Staatsbürgern-, den Südtirolern, verlangen, dass sie die 150 Jahr Feiern zur Einheit Italiens im nächsten Jahr mitfinanzieren und mitfeiern, so Leitungsmitglied Roland Lang. Das „gezwungene mitfeiern und mitzahlen“ erinnert an den Bau des faschistischen Siegesdenkmals, bei dem auch die Gemeinden mitzahlen mussten!

Bereits im Rathaus von Brixen hat vergangene Woche diesbezüglich der
Gemeinderat der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Hartmut Staffler, klargestellt,
dass Südtirol vor 150 Jahren nicht von Italien annektiert war und in 150
Jahren hoffentlich nicht mehr zu Italien gehören wird! Kein Grund zum
mitzahlen und mitfeiern also.

Bereits jetzt wurden die größeren Gemeinden vom Regierungskommissär
darauf hingewiesen, dass Italien 2011 150 Jahre Einheit Italiens feiert
und sie „gebeten“, dafür einige Veranstaltungen und damit Steuergelder
einzuplanen.

Auch beim Bau des Siegesdenkmals mussten die Gemeinden „freiwillig“ für
diesen italienischen Triumphbogen  spenden. So musste die Gemeinde Bozen
trotz heftigen Protestes von 350 mutigen Bürgern (der Faschismus war
bereits an der Macht) 100.000 Lire beisteuern, für die damalige Zeit
sehr viel Geld.


Es  besteht  nicht der geringste Anlass, so die SÜD-TIROLER FREIHEIT,
etwas von diesem Staat zu feiern: Eine Regierung, über die jeden Tag
neue Skandale veröffentlicht werden, ein Ministerpräsident, der
minderjährigen Mädchen nachstellt, die Verherrlichung des Faschismus,
die Wiedereinführung von Tolomei- Dekreten in Südtirol  sowie der
Bankrott der italienischen Wirtschaft dürften auch in Italien kein 
großes Feiergefühl aufkommen lassen.

Große Teile des Veneto wurden von Hochwasser überschwemmt, in und um L’
Aquila gab es ein großes Erdbeben, jeder vierte Jugendliche in Italien
ist arbeitslos, das Weltkulturerbe Pompei verfällt tagtäglich mehr. Hier
wäre das Geld besser angelegt als in nationalistischen Feiern, so die
SÜD-TIROLER FREIHEIT in ihrer Kritik an die Adresse Roms.

Südtirol ist nur gezwungenermaßen ein Teil Italiens und hat keinen Grund, diesen Umstand zu feiern!

Roland Lang

Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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