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Klebstoff bei Fleischprodukten – SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert mehrsprachigen Hinweis auf Etiketten!

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Ein Verbot von Transglutaminase bei Frischfleischprodukten fordert die SÜD-TIROLER FREIHEIT. Dieses Enzym wird  dazu missbraucht,  Fleischstücke zusammenzukleben und dem Verbraucher ein Einzelstück vorzutäuschen, so Roland Lang. Zumindest sollte gesetzlich vorgeschrieben werden, dass die Verwendung des Enzyms auf der Etikette des Endproduktes mehrsprachig angebracht werden muss. Die SÜD-TIROLER FREIHEIT hat dazu sieben führende fleischverarbeitende Betriebe in Südtirol angeschrieben, die lobenswerterweise schriftlich bestätigten, auf künstliche Bindemittel wie Transglutaminase zu verzichten!

Es ist eine Irreführung des Konsumenten, wenn über dem Ladentisch ein
Filetstück zu einem stattlichen Preis verkauft wird und der Kunde in
Wahrheit statt Filet nur ein zusammengepanschtes Stück Fleischplagiat
aus minderwertigen Resten erhält. Alte Putenfleischabfallreste werden so
zur Delikatess-Putenbrust höchster Güte und wie macht die Industrie
das?  Mit einem Kleber! Ein industrielles Anwendungsgebiet der
Transglutaminase ist die Quervernetzung von Proteinen in Wurstwaren und
„restrukturiertem“ Fleisch (Formfleisch) sowie von Fisch- und
Milchprodukten. Für industrielle Nutzung wird Transglutaminase aus
Streptomyces mobaraensis gewonnen, so Wikipedia.

Das bedeutet, dass aus Fleischabfällen die schönsten Stücke von was auch
immer künstlich produziert und um teures Geld verkauft werden können.
Der Klebstoff Transglutaminase macht es möglich!

Im Internet wird der Kleber bereits um etwa 150 Euro angeboten.
Angerührt mit kaltem Wasser klebt er Fleischstücke zu einem Schnitzel
und vergrößert Hühnerbrüste und „zaubert“ tolle Filets. Zudem kann auch
der Laie es leicht anwenden. Nicht nur die Fleisch verarbeitende
Industrie, sondern auch Gastwirte können so aus Fleischresten ihre
Filets zusammenpuzzeln: Fleischreste, Wasser und einige Löffel
Transglutaminase vermischen, zu einem Stück formen, in Klarsichtfolie
wickeln und eine Zeit kalt stellen. Und schon ist das Filet fertig.

Da sich äußerlich geklebte Fleischstücke nicht von natürlich gewachsenem
Fleisch unterscheiden, fordert die SÜD-TIROLER FREIHEIT ein Verbot von
Transglutaminase bei Frischfleischprodukten in Europa oder zumindest
eine mehrsprachige Kennzeichnung bei Verwendung des Klebers! Wenn  auch
wenn die EU und die FDA (Behördliche Lebensmittelüberwachung der
Vereinigten Staaten) Transglutaminase als unbedenklich einstufen, ist
dessen Verwendung eine bewusste Täuschung des Endverbrauchers.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT  schließt sich der Forderung der
Verbraucherverbände nach einer Kennzeichnung für Lebensmittelplagiate
an!

Roland Lang

Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

Zum Jahreswechsel 2010: Dankbarkeit und Zuversicht
„Gefällige Umfrage“ der Tiroler Tageszeitung

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