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Teure Ideen für den Hofburggarten

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Die Gemeinde Brixen hat der Kommunikations-Agentur Steiner Sarnen 67.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer für das umstrittene Konzept zur Neugestaltung des Hofburggartens gezahlt. Bürgermeister Albert Pürgstaller weigert sich jedoch, den Umfang der von Steiner für diese insgesamt 80.400 Euro gelieferten Arbeit bekanntzugeben. Auf eine Anfrage des Gemeinderates Hartmuth Staffler von der Süd-Tiroler Freiheit hat Pürgstaller erneut ausweichend geantwortet.

Nachdem bereits eine erste Anfrage ausweichend beantwortet worden war,
hat Staffler am 21. Dezember des Vorjahres eine zweite Anfrage
eingereicht. Er wollte wissen, in welcher Form (schriftliche
Dokumentation, Fotos, elektronische Datenträger) die mit 67.000 Euro
zuzüglich Mehrwertsteuer entgoltene Arbeit Steiners vorgelegt wurde und
welchen Umfang das entsprechende Material hatte. Laut der jetzt
vorliegenden Antwort des Bürgermeisters hat Steiner seine Arbeit in
schriftlicher und elektronischer Form vorgelegt. Welchen Umfang diese
80.400 Euro teure Arbeit hat, verrät der Bürgermeister allerdings nicht.
Da die Ideen Steiners nicht mit dem Denkmal- und Ensembleschutz
vereinbar sind, ist das Geld auf jeden Fall umsonst ausgegeben worden.

In der Antwort auf die erste Anfrage Stafflers hatte der Bürgermeister
auf ein „langes Register von international erfolgreich durchgeführten
Objekten“ der Agentur Steiner verwiesen, ohne dieses lange Register
bekanntzugeben. Auf die neuerliche Anfrage Stafflers hat der
Bürgermeister nun auf die Referenzliste auf der Web-Seite der Agentur
Steiner verwiesen. In dieser Eigenwerbung der Agentur Steiner wird nicht
darauf eingegangen, welchen Anteil die Agentur am jeweiligen Projekt
hatte. Keine Antwort gibt Bürgermeister Pürgstaller auch auf die Frage
Stafflers, inwieweit die von der Agentur Steiner gelieferten Ideen zu
erheblichen Kostensteigerungen der entsprechenden Projekte und zu
heftiger Kritik in der Öffentlichkeit geführt haben.

Hartmuth Staffler

Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Brixen

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