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Kein Grund um jetzt abzubiegen?

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Was anstatt abzubiegen geschehen soll, bleibt Herr Heidegger wohl schuldig. Zu schön und doch blauäugig ist die Ansicht, eben zu glauben, dass das, was zusammengehört, früher oder später zusammenkommt! Wenn man die letzten Umfragen zur Einheit und doppelten Staatsbürgerschaft heranzieht, stellt man fest, wie weit Nord- und Südtirol bereits auseinander gewachsen sind.

Wie man da noch den richtigen Zeitpunkt einer eventuellen Vereinigung ausfindig machen sollte, dürften gerade junge Menschen als ärgerliches, naives Wunschdenken abtun. Dass man als Gegenargument mit der (abgedroschenen)  Grenzkeule herumfuchteln muss, ist im grenzenlosen Europa geradezu lächerlich. Was aber das Blut zum Kochen bringt, ist wohl auch die Bemerkung, dass Italien nie und nimmer mitspielen würde! Diese Offenbarung, die auch von der Mehrheitspartei kolportiert wird, hat eigentlich den Zeitpunkt vorweggenommen. Der Zeitpunkt ist bereits verstrichen, die Mehrheit ist wohl nicht mehr da, die von Italien weg will, das viele Geld aus Rom hat sicher auch mitgeholfen, dass wir soweit sind. Wie anders könnte es sonst sein, dass sich der Landeshauptmann mit den Tolomei- Jüngern für den Erhalt der faschistischen Namen einsetzt und damit dem Jahrtausend alten deutschen Südtirol für alle Zeiten einen italienischen Stempel aufdrückt?
Die Patria wird mit noch höheren Steuern und weiteren, unglaublichen Schikanen ihre Dankbarkeit erweisen.

Ivo Hechensteiner
St. Pauls

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