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Auch faschistisches Alpini-Denkmal in Meran entfernen! – Reinhild Campidell: Gunst der Stunde nutzen

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Die Meraner Gemeinderätin der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Reinhild Campidell, fordert die Stadtgemeinde Meran auf, die Gunst der Stunde zu nutzen, um auch das faschistische Alpini-Denkmal in Meran zu entfernen. Nachdem dieses Denkmal im Eigentum der Meraner Gemeinde ist, zumal es auf gemeindeeigenen Grund steht, sollte dieses Denkmal umgehend entfernt werden.

Das Alpini-Denkmal in Meran erinnert an den Völkermord der italienischen
Terrorherrschaft in Libyen. Da nun Hoffnungen bestehen, dass auch das
Alpini-Denkmal in Bruneck (in Erinnerung an den grausamen
Eroberungskrieg in Abessinien, schreckliche Kriegsverbrechen) entfernt
werden könnte, muss die Stadtgemeinde Meran umgehend aktiv werden, so
Gemeinderätin Reinhild Campidell. Alles andere wäre eine verpasste
Chance.

Zum Meraner Alpini-Denkmal: Das Denkmal ist eine genaue Reproduktion
jenes Ehrenmales, das die Stadt Mailand im Jahr 1913 zum ständigen
Gedenken an die „Heldentaten“ des 5. Alpini-Regimentes im
italienisch-türkischen Krieg 1911/12 errichten ließ. In diesem Krieg
hatte Italien die türkischen Provinzen Tripolitanien und Cyrenaika
(Libyen) erobert. Danach begann ein bis 1931 dauernder Vernichtungskrieg
gegen die libysche Bevölkerung, die sich verzweifelt gegen die
Aggressoren zur Wehr setzte. Italien setzte dabei auch Giftgas ein und
dezimierte die Bevölkerung in Konzentrationslagern und mit Todesmärschen
durch die Wüste.  

Die Bronzestatue wurde nach den Entwürfen des Bildhauers Emilio Bisi
angefertigt. Sie stellt, in Naturgröße, den Alpini-Soldaten Antonio
Valsecchi dar, der, auf einem vorgelagerten Posten kämpfend, nachdem
seine Munition erschöpft und sein Gewehr zertrümmert ist, einen großen
Felsblock ergreift und ihn gegen den Feind schleudert. Die Statue ruht
auf einem eineinhalb Meter hohen Marmorsockel, dessen Basis
Porphyrsteine säumen.

Das Denkmal war ein Geschenk der Stadt Mailand, welche sich vom
Original-Denkmal nicht trennen konnte und daher eine original-getreue
Kopie anfertigen ließ. Als Zeichen der „engen Verbundenheit“ zwischen
den beiden Städten Meran und Mailand soll das Ehrenmal an die
„glorreichen“ Taten des Regimentes erinnern. Es wurde im Beisein des
Prinzen und der Prinzessin von Piemont sowie des Fürstbischofes von
Trient, Celestino Endrici, am 6. Juni 1938 eingeweiht.

 
Reinhild Campidell
Meraner Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT

,
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