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Faschistische Überbleibsel

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Liebe Tiroler Landsleute! Du enthältst dich der Stimme,  als Belohnung darfst du dann an den Überbleibseln des Faschismus in Südtirol, kleine Täfelchen anbringen, auf denen du der Welt erklären darfst, daß der Faschismus deinem Volk einst Unrecht angetan hat, das aber immer noch aufrecht ist. Du bist also nicht gegen das Unrecht, sondern du weist nur darauf hin.

Außerdem, wollen wir die faschistischen Denkmäler, mit Klauen und
Krallen, als Mahnmahle erhalten. Als Mahnmale taugen sie aber überhaupt
nicht; ein Mahnmal ist nur ein Hinweis auf Verbrechen, die Menschen
verübt haben, die längst schon tot sind. Zudem, ein Mahnmal hat noch nie
Gewalt oder Kriege verhindert. Kriege sind nicht mit Mahnmale zu
verhindern, sondern mit Gerechtigkeit und Wahrheit. Ohne diese Werte
sind Vereinbarungen nur Flickwerk.

Übrigens, was würde Herr Kanonikus Michael Gamper sagen, wenn er heute
wiederkäme? Wir wissen es nicht; er würde uns vermutlich die Ohren lang
ziehen, daß uns Sehen und Hören verginge. Unsere Vorfahren mussten das
schwere Los des Faschismus erleiden, wurden verfolgt, wenn sie dem
Faschismus nicht huldigten; sie haben aber dennoch gegen das Unrecht
gekämpft und blieben  dem Deutschen treu. Und was tun wir, wir
Wohlstandskinder? Wir lassen uns immer wieder zurückdrängen; ja, wir
halten sogar an den faschistischen Denkmälern fest. Ist das noch zu
fassen?

Ich will ganz bestimmt nicht Recht haben, aber ich glaube, meine
Ausführungen haben Hand und Fuß. Und wäre es falsch, wenn die Politik ab
und zu, auch die Meinung eines sogenannten gewöhnlichen Bürgers
annehmen würde, und vielleicht sogar bereit wäre, etwas daraus zu
lernen? 

Mit freundlichen Grüßen

Peter Ploner, Meran
28.01.2011

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