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Diskussion um faschistisches Alpini-Denkmal in Meran – Landtagsvizepräsident für Völkermord-Denkmal

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Die Meraner Gemeinderätin der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Reinhild Campidell, zeigt sich darüber entsetzt, dass sich der Landtagsvizepräsident Mauro Minniti für den Erhalt des Völkermord-Denlmals in Meran ausspricht. Nach seinen Vorstellungen sollte das faschistische Alpini-Denkmal, welches an den grausamen Völkermord der italienischen Terrorherrschaft in Libyen erinnert, weiterhin in dieser Form bestehen bleiben.

Laut Minniti ist die Forderung nach einer Entfernung des Denkmals "eine
der vielen politischen Dummheiten und kulturellen Provokationen der
Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT". Diese Aussagen zeigen laut Reinhild
Campidell deutlich, dass sich führende Politiker der Berlusconi-Partei
in Süd-Tirol weiterhin mit der faschistischen Vergangenheit
identifizieren. Gerade aus diesen Gründen darf Mauro Minniti in wenigen
Monaten nicht  zum Landtagspräsidenten (auch mit den Stimmen der
Südtiroler Volkspartei!) gewählt werden.

Das Alpini-Denkmal in Meran ist eine genaue Reproduktion jenes
Ehrenmales, das die Stadt Mailand im Jahr 1913 zum ständigen Gedenken an
die „Heldentaten“ des 5. Alpini-Regimentes im italienisch-türkischen
Krieg 1911/12 errichten ließ. In diesem Krieg hatte Italien die
türkischen Provinzen Tripolitanien und Cyrenaika (Libyen) erobert.
Danach begann ein bis 1931 dauernder Vernichtungskrieg gegen die
libysche Bevölkerung, die sich verzweifelt gegen die Aggressoren zur
Wehr setzte. Italien setzte dabei auch Giftgas ein und dezimierte die
Bevölkerung in Konzentrationslagern und mit Todesmärschen durch die
Wüste.

Reinhild Campidell

Meraner Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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