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Geplanter Aufmarsch von Neo-Faschisten in Bozen: Folge von falscher Politik des Landes

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Angesichts des für 5. März geplanten Aufmarsches von Neo-Faschisten in Bozen verweist der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, darauf, dass dieser auch die Folge einer verfehlten Politik des Landes ist, das sich aus falsch verstandener Toleranz immer wieder davor scheut, dem Faschismus eine klare Absage zu erteilen. Durch diese Politik wurden neofaschistische Umtriebe in Süd-Tirol begünstigt und viele Italiener im Glauben gelassen, dass der Faschismus ein wesentlicher Bestandteil ihrer Identität sei.

Auch der Umgang des Landes mit diesen Gruppierungen selbst hat deren Akzeptanz in Teilen der italienischen Bevölkerung begünstigt.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang daran, dass CASA POUND, das für den geplanten Aufmarsch verantwortlich zeichnet, in Bozen in den Räumlichkeiten des Wohnbauinstitutes des Landes (!) eine Bücherei betreibt, in der neofaschistische Hetzschriften verbreitet werden.
Trotz mehrfacher Interventionen des Landtagsabgeordneten Sven Knoll hat es die Landesregierung bisher nicht für notwendig erachtet, das Mietverhältnis mit dieser Organisation zu beenden.

Des weiteren wurden in Bruneck mit Unterstützung des Landesamtes für Kultur und Familie Literaturabende zu Ehren des faschistischen Autors Ezra Pound veranstaltet, der aufgrund seiner politischen Gesinnung der Namensgeber von CASA POUND ist.
Trotz einer diesbezüglichen Anfrage im Landtag hat es die Landesregierung nicht für notwendig erachtet, sich von derartigen Veranstaltungen zu distanzieren.

Nicht zuletzt aber der beschämende Umgang mit den faschistischen Relikten führt dazu, dass das Werteempfinden ins Gegenteil verkehrt wird. Diejenigen, die sich für die Beseitigung dieser menschenverachtenden Relikte aussprechen, werden inzwischen von der Politik als Extremisten und Zündler abgestempelt, die das friedliche Zusammenleben stören.
Diese Politik der falsch verstandenen Toleranz rächt sich nun.

Wer das Siegesdenkmal als Kulturdenkmal bezeichnet und die Relikte des Faschismus nicht mehr entfernen, sondern erhalten und nur mit einer kleinen Tafel versehen möchte, wer die faschistischen Ortsnamen nicht abschaffen will, sondern als Teil unseres Kulturgutes bezeichnet, der hält den Geist des Faschismus in all seinen Formen am Leben und darf sich daher nicht wundern, wenn man diese Geister nun nicht mehr los wird.

L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

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