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Anführer von Casa Pound marschiert durch die „Freiheitsstraße“

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Am 5. März 2011 marschierte der Anführer von Casa Pound, Gianluca Iannone, an der Spitze seiner Truppen durch die Freiheitsstraße in Bozen. Der Aufmarsch galt der Verteidigung der faschistischen Relikte in Südtirol. Hinter Iannone, als erstes Spruchband der rechtsextremistischen Vereinigung ein Text erstmals auch in deutscher Sprache: „Gegen Eure Arroganz – Für das Zusammenleben“. Der 5. März 2011 wird damit als „Schwarzer Tag des Neofaschismus“ in die Geschichte Tirols eingehen, so Roland Lang.

Es braucht wirklich keine "Arroganz", um sich als Antifaschist und
Demokrat über die faschistische Ideologie zu stellen, da dazu ein Blick
in die Geschichte der nazifaschistischen Diktaturen genügt. Völlig neu
ist der Gebrauch der deutschen Sprache bei Faschistenaufmärschen.

Gianluca Iannone hat sein faschistisches Credo unter anderem auch als
Ehrenwache am Grab von Mussolini in Predappio am 25. April 2004
besonders unter Beweis gestellt. Dass er an diesem Tag noch einen
handgreiflichen Streit mit einigen Carabinieri hatte und deshalb am 23.
April 2009 von einem Gericht in Forlì zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt
wurde, zeigt seine Gewalttätigkeit auf.

Es bleibt zu hoffen, dass in nächster Zeit keine weiteren Aufmärsche von
Faschisten in Tirol durchgeführt werden. Die Straße der Freiheit kann
niemals die Straße des Faschismus sein, nur Selbstbestimmung schafft
Freiheit und Frieden.

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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