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Italien feiert 150 Jahre Einigung mit falscher Hymne – „Marcia Reale“ war die Nationalhymne

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Italien feiert seine Einigung vor 150 Jahren mit der Mameli-Hymne, die dieses Wochenende auch den Südtirolern aufgezwungen wurde. Wer aber nur einigermaßen Geschichtskenntnisse hat, wird wissen, dass in Turin 1861 bei der Ausrufung von König Vittorio Emanuele II zum König von Italien das Mameli Lied gar nicht die Staatshymne war!

Damals wurde die „Marcia Reale“ zur Nationalhymne Italiens bestellt. Von
1922 bis 1943 pflegte ihr bei offiziellen Anlässen jeweils unmittelbar
die Parteihymne des Partito Nazionale Fascista, die Giovinezza, zu
folgen, so Roland Lang. Erst 1946, mit der Umwandlung Italiens in eine
Demokratie, wurde das Mameli- Lied zur Nationalhymne.

Was Italien und die Italiener am 17. März groß feiern wollen, ist
typisch italienisch: 150 Jahre Einigung Italiens, wobei sie tunlichst
darauf vergessen, dass Italien damals nur ein Teil des heutigen Italiens
war und Rom nicht einmal die Hauptstadt. Und mit einer Hymne, die
damals nicht die Nationalhymne war!

Auf dem gesamten Staatsgebiet, zu dem gegen seinen Willen auch das
südliche Tirol gehört, sollte in Erinnerung der Einigung Italiens am
Wochenende bei Sportereignissen die italienische Hymne erklingen. Bei
der Gründung Italiens aber erklang keine Mameli, sondern die Marcia
Reale. Diese begleitete die ersten 85 Jahre die Italiener. Nur sie
erinnert an die Proklamation des ersten Königs von Italien!

Roland Lang

Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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