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Herz Jesu Sonntag: Aufruf und Gedanken des Südtiroler Heimatbundes

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Vor fünfzig Jahren, am Herz Jesu Fest, haben heimattreue Tiroler in der Herz Jesu Nacht mit 47gefallenen Strommasten Italien die Weltöffentlichkeit erneut auf das Südtirolproblem aufmerksam gemacht. Damit sollte Italien massiv zur Gewährung des Selbstbestimmungsrechtes gedrängt werden.
Der italienische Staat und seine Polizeiorgane antworteten mit brutaler Folter, Kerker und Mord. Noch heute werden die Folterungen von italienischen Politikern geleugnet, ein Jungpolitiker aus dem Rechtslager bedauerte sogar, dass die Peiniger nicht härter zugeschlagen hätten!

In den sechziger Jahren waren die Tiroler Fahne und das Abbrennen von
Herz-Jesu Feuern verboten, trotzdem wurde immer wieder mit der weißroten
Fahne ein sichtbares Zeichen gesetzt: Hier ist Tirol!

Heute können wir wieder unsere Landesfahne hissen und unsere Bergfeuer
entzünden. Aber pflegen wir diesen Tiroler Brauch bewusst und im
ehrenden Gedenken an all jene, die Freiheit und Leben für Tirol
opferten.

Der Herz-Jesu Sonntag ist keine Grillparty und das Abbrennen der Feuer
keine Tourismusattraktion. Das Singen von Tiroler Liedern und der Blick
in die Täler unserer Heimat sollten uns vielmehr daran erinnern, dass
Tirol noch immer geteilt ist. Die Zeiten haben sich geändert, keine
illegalen Aktionen bringen uns die ersehnte Freiheit, sondern der
Einsatz eines jeden von uns zur Erreichung des Selbstbestimmungsrechtes.

„Wir bleiben, was wir sind, nur mit seinen Bergen wird Tirol vergehen.“

Die Südtiroler Abgeordneten, Rom 1923

Roland Lang

Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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