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Südtiroler gezwungen Alpini zu sein – Alpiniaufmarsch ist kein „kulturelles Ereignis“

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Scharfe Kritik an den Aussagen von Landesrat Tommasini übt die SÜD-TIROLER FREIHEIT. Wenn Tommasini bei Miltärveranstaltungen wie dem Alpini Aufmarsch in Bozen von einem „kulturellen Ereignis“ spricht und darauf verweist, das viele Südtiroler Alpini Soldaten waren, so vergisst er die Kriegsverbrechen der Alpini in Nordafrika ebenso wie die Militärpflicht in Italien und die Schieß- und Kopfprämien für die Alpini in den sechziger Jahren! Die Militärpflicht für eine Minderheit ist eine Vergewaltigung ihrer Geschichte und der Zwang, einer fremden Fahne ein Jahr zu opfern, stellt Roland Lang fest!

Landesrat Tomasini scheint vergessen zu haben, dass es in Italien die
Wehrpflicht gab und die Südtiroler gezwungenermaßen bei den Alpini
einrücken mussten. Aus diesem Zwang nun Sympathien und andere Gefühle
für das italienische Militär und der Militärpolizei Carabinieri
abzuleiten, ist wie von einem Häftling Sympathien für das Gefängnis zu
verlangen, da er jahrelang dort eingesessen hat.

Kulturlandesrat Tommasini, Staatspräsident Napolitano war 1942
gezwungenes Mitglied in der faschistischen Studentenorganisation GUF,
Magnago musste als Sohn eines Beamten das schwarze Hemd anziehen, in
Nazi-Deutschland wurde 1936 die Mitgliedschaft in der Hitlerjugend
Pflicht!

Landesrat Tommasini, wem kam es jemals in den Sinn, Napolitano und den
verstorbenen  Magnago aufzufordern, mit diesen Organisationen später zu
feiern? Und sollten alle Deutschen, die in der HJ-Zwangsmitglieder
waren, heute bei Neonazitreffen mitfeiern? Weil sie bei der
Hitler-Jugend waren?

Tatsache ist, dass ein Alpinitreffen unterhalb von Salurn ein
Kameradschaftstreffen ehemaliger Soldaten ist, in Südtirol aber eine
Provokation, die bei den Südtirolern genauso empfunden wird wie die
Aufforderung, 150 Jahre Einheit Italiens gemusst mitzufeiern!

Roland Lang

Zwangs-Alpini in der Sondereinheit ALE ALTAIR
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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