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Ortsnamen: Ausverkauf der kulturellen Identität- Hoffnung auf Rücktritt von Regionen- Minister Fitto

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Ein Marktgeschrei wie auf dem Stegener Markt findet um die Ortsnamen auf den Bergen statt, so der Südtiroler Heimatbund (SHB). Jeder bietet, feilscht, prahlt und verkauft seine Vorschläge als entgegenkommend, Kompromiss und Realpolitik in Sachen Ortsnamen. Es bleibt die Hoffnung, so SHB- Obmann Roland Lang, dass der Abschluss des ungeheuerlichen Ortsnamen- Kuhhandels durch weitere Justizprobleme Fittos verschoben wird, und nach Durnwalder ein einigermaßen heimatverbundener Landeshauptmann Südtirol regiert und die erfundenen Ortsnamen dann endlich verschwinden.

Bereits 2006 hatte der jetzige Regionen- Minister Probleme mit der Justiz, als er wegen Amtsmissbrauch in Zusammenhang mit dem Bau von 11 Gesundheitszentren ins Visier  der Staatsanwaltschaft von Bari geriet. Nur die Bestätigung seiner Immunität durch das Parlament rettete ihn vor weiteren Untersuchungen. 2009 hat die Staatsanwaltschaft Fitto und anderen 78 Angeklagten unter anderem Bandenbildung, Korruption, Amtsmissbrauch und illegale Parteienfinanzierung vorgeworfen.
Am 25. September 2009 wurde gegen Fitto neuerlich wegen Amtsmissbrauch ermittelt, das Verfahren wurde später durch eine Intervention des Justizministers und Parteikollegen Alfano archiviert.

Bereits mit  diesem Vorleben hätte in anderen Staaten kein Politiker die Möglichkeit, Minister zu werden bzw. zu bleiben. Es bleibt abzuwarten, ob Fitto weitere Probleme mit der Justiz erhält und dann aus Anstand zurück tretet, oder ob zuerst die Regierung Berlusconi stürzt und mit ihr Fitto.

Sehr oft haben unerwartete politische Ereignisse Südtirol vor dem Untergang gerettet- möge uns ein solches Ereignis auch vor der Legalisierung faschistischer Ortsnamen zu Hilfe kommen!

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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